Nach Vertragsunterzeichnung im Frühjahr war nun nach der Inbetriebnahme des Neubaus der Loburger DRK-Kita "Burg-spatzen" ein Informationsabend Auftakt für das Projekt "TigerKids". Wichtig ist, die Eltern mit ins Boot zu holen.

Loburg. Während die offizielle Einweihung des neuen Anbaus an der Loburger DRK-Kindertagesstätte "Burgspat- zen" erst am 12. November stattfindet, sind die Kinder und Erzieher längst in die neuen Räumlichkeiten eingezogen. Mit der Inbetriebnahme gibt es in Loburg nur noch die eine Kita An der Kesselspringe. 28 Kinder sind aus dem "Storchennest" zu den "Burg-spatzen" gewechselt. 103 Kinder sind für den nächsten Monat in der Einrichtung gemeldet.

In insgesamt sechs Gruppen werden die Mädchen und Jungen betreut, zwei Krippengruppen sind im Neubau untergekommen. Seit 1. Oktober ist die DRK-Kita auch eine integrative Einrichtung. Von den vier integrativen Plätzen ist derzeit einer besetzt, ein weiteres Kind wird im Dezember erwartet.

Kinder und Erzieherinnen aus beiden Einrichtungen haben sich inzwischen zusammengefunden. "Alles läuft gut", zeigte sich Kita-Leiterin Kathrin Paul zufrieden. Fünf Erzieherinnen sind mit der Zusammenlegung dazu gekommen, außerdem eine Reinigungskraft. Das Burgspatzen-Team umfasst nunmehr zwölf Erzieherinnen und zwei technische Kräfte.

Das Räumen und Sortieren ist jedoch längst nicht abgeschlossen. Einige Sachen waren zwischenzeitlich ausgelagert, und auch in der anderen Kita sind noch einige Dinge zu holen. Da sind die Erzieherinnen vor allem selbst gefragt, Hand anzulegen. So geht es Stück für Stück vorwärts jeden Tag. Zur offiziellen Einweihung können sich dann am Nachmittag ab 14 Uhr alle interessierten Besucher selbst ein Bild von den Veränderungen in der Einrichtung machen.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten sollte auch das Projekt "TigerKids" in Angriff genommen werden. Das war so geplant und auch bei der Vertragsunterzeichnung mit AOK-Regionalleiter Henry Saage im April bekannt gegegen worden. Am Mittwochabend fand nun mit einem Elterninformationsabend der Auftakt statt.

Henry Saage begrüßte die Eltern im großen Foyer der Kita und richtete seine Bitte an die Muttis und Vatis, die Kinder bei dem Projekt zu unterstützen. Er machte deutlich, wie wichtig es sei, die Eltern mit ins Boot zu holen, denn der Erfolg basiere auf der Zusammenarbeit Kinder–Eltern-Erzieher. Letztere sind inzwischen umfassend geschult, und schließlich gibt es einige Teile des Projektes, die schon längst bei den Burg-spatzen angewendet werden.

Als Referentinnen des Abends stellten Sportwissenschaftlerin Katrin Emmerling und Ernährungswissenschaftlerin Mandy Heider den Eltern das Projekt ausführlich vor. Ziel ist es, gesunde Kinder aufwachsen zu lassen, dem Übergewicht schon im Kindesalter entgegenzuwirken und Zivilisationskrankheiten vorzubeugen.

Im Rahmen des Projektes geht es dabei um ausgewogene Pausenernährung, reichlichen Verzehr von Obst und Gemüse, kalorienarme Getränke, Be- wegungsaktivität und das Erleben und Einüben eines gesunden Lebensstils. Anhand der Lebensmittelpyramide verdeutlichte Mandy Heider den Anwesenden noch einmal, worauf es beim Essen ankommt. Schließlich fungieren die Eltern als Vorbild Nummer eins für ihre Kinder.

Die hölzerne Ernährungslok wird die Burgspatzen künftig begleiten, und der kleine Tiger wird den Kindern in die Brotbüchsen schauen oder bei den Bewegungsangeboten dabei sein. Der neue Trinkbrunnen im Haus ist die ideale Unterstützung bei der Durchführung des Projektes.

Im Rahmen der AOK-Initiative "Gesunde Kinder – gesunde Zukunft" engagiert sich die AOK Sachsen-Anhalt mit dem Projekt "TigerKids" landesweit in den Kindertagesstätten. 84 Kitas nehmen zurzeit teil. Das Projekt, das mit den Steppkes spielerisch und in der täglichen Kita-Routine umgesetzt werden soll, ist auf drei Jahre ausgelegt.