Antje Deicke ist seit März in Zerbst für die Internationale Fasch-Gesellschaft tätig. Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Vorbereitung und Durchführung der 11. Fasch-Festtage im April kommenden Jahres.

Zerbst. Telefonieren, auch per Skype ins kanadische Re-gina, Termine abstimmen, Programmpunkte konkretisieren, Unterkünfte besorgen und binden, Verträge für eventuell notwendige Leihinstrumente vorbereiten, Proberäume suchen, Briefe schreiben ... – Antje Deicke (29) hat viel zu tun.

Die junge Musikwissenschaftlerin ist seit März dieses Jahres für die Internationale Fasch-Gesellschaft (IFG) in Zerbst tätig. Die Mittel dafür sind Teil des Budgets der Gesellschaft für die 11. Internationalen Fasch-Festtage. Sie finden vom 7. bis 17. April 2011 mit dem Thema "Fasch Vater und Sohn" statt.

Deren Vorbereitung und Durchführung gehören zu den Hauptaufgaben von Antje Deicke, die dabei von weiteren Mitgliedern der IFG unterstützt wird. Ein enges Zusammenwirken besteht insbesondere mit der in Kanada lebenden und arbeitenden Präsidentin der Internationalen Fasch-Gesellschaft, Prof. Dr. Barbara Reul, und mit Dr. Inge Werner, Geschäftsführerin der Gesellschaft. "Ganz wichtig ist ebenso die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Zerbst als Veranstalter der Internationalen Fasch-Festtage", hebt Antje Deicke hervor.

Seit 2008 hatte sie bereits, überwiegend ehrenamtlich, am Fasch-Archiv in Zerbst gearbeitet. Mit Johann Friedrich Fasch kam sie während ihres Studiums der Musikwissenschaften, Erziehungswissenschaften und Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg "in Erst-Kontakt". In Halle singt sie immer noch im Universitäts-chor "Johann Friedrich Reichardt", "auch schon Sopransoli", fügt sie mit Stolz an.

Antje Deicke stammt aus dem Harz und hat ihr Abitur am Landesgymnasium für Musik in Wernigerode abgelegt. Ihr Studium in Halle beendete sie 2008 erfolgreich mit dem Magistertitel.

Neben ihrer "interessanten und abwechslungsreichen Arbeit in Zerbst" unterrichtet sie an der Musikschule Halle junge Musiker in Flöte, Gitarre und Klavier. Instrumente, die sie in ihrer Kindheit und Jugend spielen gelernt und im Studium vervollkommnet hat.

"Die Vorbereitung der kommenden Fasch-Festtage ist schon recht weit vorangeschritten. Wir sind im Plan", erzählt sie. Und verweist auch auf die Webseite der IFG, auf der das vorläufige Programm nachgelesen werden kann.

Die etwa 15 Veranstaltungen werden in elf verschiedenen Aufführungsstätten in Zerbst, Dessau, Köthen und Wend-gräben stattfinden. Für die abwechslungsreichen Konzerte, in denen es mindestens fünf Erstaufführungen geben wird, wurden 16 Ensembles, vom kammermusikalischen Orchester bis zum Duett, gebunden oder entsprechende Vorverträge abgeschlossen.

Den weitesten Anreiseweg nach Zerbst hat das Tempesta di Mare Philadelphia Baroque Orchestra and Players (USA). Aus Tschechien kommt das Collegium Marianum. Aus Frankfurt/Main reisen das Main-Barockorchester und La Stagione an. Ein besonderes musikalisches Erlebnis wird die Fasch-Midnight mit der Band "L‘arc six" sein, die mit "crossover" akustischen Pop, Jazz, Klassik und Weltmusik präsentiert.

"Karten für alle Veranstaltungen können bereits jetzt vorbestellt werden", informiert Antje Deicke. Möglich ist das per E-Mail IFaschG@ t-online.de oder per Telefon (0 39 23) 78 47 72. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. Dezember.

www.fasch.net.de

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