Zerbst. Kaum standen sie, schon ist ihre Zeit abgelaufen – die Weihnachtsbäume. Meist werden sie kurz nach Weihnachten, aber spätestens Anfang Januar abgeschmückt und aus dem gemütlichen Wohnzimmer verbannt.

In den vergangenen Jahren waren stets die städtischen Glas-Container Sammelplatz für die abgeschmückten Weihnachtsbäume. Dies ändert sich nun im neuen Jahr. "Die Glas-Container haben ausgedient", erklärt Heike Tauber, Niederlassungsleitern der Kreiswerke Anhalt-Bitterfeld in Straguth.

Wer nun seinen Weihnachtsbaum loswerden will, hat mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Zum einen kann der Weihnachtsbaum zerkleinert in der Bio-Tonne oder als handlich gebündelter Strauchverschnitt daneben im Rahmen der kommenden Bio-Tonnenleerungen entsorgt werden. "Dies gilt auch für Haushalte, die sonst keine Bio-Tonne haben", betont Tauber. Der zerkleinerte Weihnachtsbaum müsse lediglich vor dem Grundstück sichtbar liegen. "Dabei sollte der Durchmesser der Äste nicht größer als 5 Zentimeter sein", fügt Tauber hinzu. "Wenn es doch größer sein sollte, werden wir Sonderfahrzeuge einsetzen. Wir nehmen die Bäume natürlich mit."

Wer jedoch noch etwas länger seinen Baum genießen möchte, kann auch auf eine Sonderabfuhr warten, die die Mitarbeiter der Kreiswerke am 24. Januar durch Zerbst und am 28. Januar durch die Ortsteile der Stadt führt. Auch in diesem Fall müssen die Bäume vor der Haustür liegen.

Dass nun auch die Ortsteile an der Sonderabfuhr beteiligt sind, ändert jedoch nichts an der Menge an einzusammelnden Bäumen, mit denen Heike Tauber rechnet. "Das wird kein großer Unterschied zum Vorjahr werden, da in den Ortsteilen die Nachfrage ohnehin nie so groß war." Dort werden die Bäume oftmals für geplante Neujahrsfeuer gebraucht.

Sind die Bäume erst alle eingesammelt, werden sie in Straguth zwischengelagert, bevor sie ihre letzte Reise Richtung Wolfen antreten. Dort werden sie in einer Kompostierungsanlage geschreddert. "Das ist keine Extrafahrt", fügt Tauber hinzu. Der Bio-Müll aus Zerbst wird dort ebenfalls aufbereitet.