Unmittelbar vor dem Jahreswechsel verschicken die Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke dieser Tage die Banderolen für die Leerung der Hausmülltonnen im Jahr 2011. Die bisher nach Bedarf erworbenen Banderolen sind ab 1. Januar ungültig.

Zerbst. Die Einführung der einheitlichen Abfallentsorgung im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist weitestgehend abgeschlossen. Die letzte größere Aufgabe zum Start in das "Abfallentsorgungsjahr 2011" ist die Zustellung der Banderolen für die einzelnen Müllbehälter, wie aus den Anhalt-Bitterfelder Kreiswerken in einer Pressemitteilung berichtet wird.

Anspruchsvolle Aufgabe

Wegen der verschiedenen Entsorgungsvarianten und der vier unterschiedlichen Behältergrößen ist das Zusammenstellen der Banderolen für das kommende Jahr mit einem großen Aufwand verbunden. Während in der Vergangenheit die Banderolen spätestens Anfang Dezember zugestellt werden konnten, wird sich dies jetzt verzögern. Die Kreiswerke garantieren jedoch, dass jeder Grundstückseigentümer die Banderolen bis zum 31. Dezember erhält. Damit ist die Ordnungsmäßigkeit der Abfallentsorgung bei den Privatkunden gesichert. Des Weiteren wird darauf verwiesen, dass die Banderolen so zugestellt werden, wie die Behältergröße ab dem 1. Januar gewünscht wurde. Die wegen der Änderungswünsche neu anzuliefernden Behälter werden in den nächsten Wochen aufgestellt. In der Zwischenzeit können diese Banderolen für die Leerung der alten Behälter genutzt werden.

Am 24. Juni 2010 vereinheitlichte der Kreistag Anhalt-Bitterfeld mit mehreren Beschlüssen die Abfallentsorgung im gesamten Kreisgebiet. Mit der Umsetzung dieser Beschlüsse wurden die Kreiswerke beauftragt. Mittlerweile haben von den rund 43 000 Grundstückseigentümern im Landkreis etwa 38 000 die von ihnen ausgewählten Entsorgungsvarianten den Kreiswerken mitgeteilt.

Bei den 5 000 Eigentümern, welche sich nicht gemeldet haben, ist davon auszugehen, dass diese ihre Abfälle nach der Variante 3 entsorgen lassen wollen. Für diesen Fall musste bei den Kreiswerken auch kein Änderungswunsch angezeigt werden. Damit ist laut Geschäftsführer Hartmut Eckelmann "eine anspruchsvolle Gemeinschaftsaufgabe zu einem guten Ende gekommen. Ich danke allen Bürgern für deren Verständnis und Mittun. Denn nur mit deren Bereitschaft, sich mit den angebotenen Varianten der Abfallentsorgung zu befassen und mit uns zu kooperieren, konnte es gelingen, in dieser kurzen Zeit die Vereinheitlichung der Abfallsatzung im gesamten Landkreis Anhalt-Bitterfeld zu realisieren."

Auch für Gewerbe

Hervorzuheben ist auch das Engagement der weiteren Akteure. Diese sind die Landkreisverwaltung, die Stadtverwaltung Zerbst, die Tönsmeier Entsorgung Köthen GmbH, welche im Altlandkreis Köthen auch künftig die Entsorgung durchführt und die Mitarbeiter der Kreiswerke.

Im Jahr 2011 wird die einheitliche Abfallentsorgung auch für Industrie und Gewerbe eingeführt. Dies betrifft 9 500 Kunden (5000 im Altkreis Bitterfeld, 3500 im Altkreis Köthen, 1000 im Altkreis Zerbst).

Prinzipiell gilt, dass sich Unternehmen und Gewerbetreibende auf dieser Basis Abfallentsorgungsvarianten entsprechend ihren Vorstellungen auswählen können. Es steht ihnen auch frei, die bislang ausgeübte Entsorgungspraxis weiterzuführen. Für jene Unternehmen der früheren Kreise Köthen und Zerbst, bei denen die Abfallentsorgung ohne Banderolen erfolgte, wird diese Verfahrensweise weitergeführt. (Die entsprechenden Reglementierungen sind in der Anlage 4 zur Abfallsatzung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld enthalten. Einsehen kann man die Anlage 4 auch unter www.abikw.de.)

Im Altkreis Zerbst wird die Niederlassung Straguth der Kreiswerke den Kontakt zu den Unternehmen suchen, soweit das noch nicht erfolgt ist.

Kontakt: Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke GmbH, Niederlassung Straguth, Am Flugplatz 1, 39264 Straguth, Telefon (03 92 48) 94 26-6, Fax (03 92 48) 94 26-8, E-Mail: nl.zerbst@abikw.de

http://www.abikw.de