Zerbst. Der Zerbster Weihnachtsmarkt 2011 ist seit gestern Geschichte. Die Bilanz ist zweigeteilt. Bei der Eröffnung am Donnerstag spielte das Wetter mit. Schnee puderte die Nicolai-Kirche praktisch ab, ein Anblick wie aus einem Märchenbuch. Romantik pur. Die Grundschulen an der Stadtmauer und im Ankuhn begeisterten mit ihren Weihnachtsprogrammen die Besucher.

Auch am Freitag war der Wettergott den Zerbstern und deren Gästen hold. Die Ganztagsschule Ciervisti, die Jagdhornbläser, der Chor der Baptistengemeinde, um nur einige zu nennen, sorgten für weihnachtliche Stimmung. Zwei wirklich gelungene Tage.

Dann schlug am Sonnabend bekanntlich das Wetter um. Der Schnee in der Nicolai-Kirche verwandelte sich zu einer nassen Pampe, darunter war es nicht ungefährlich glatt. Wer einen Rollator braucht, der hatte keine Chance auf dem Gelände. Dann setzte am Nachmittag auch noch Regen ein, der zum Abend hin stärker wurde, und der Wind blies mächtig. Viele Familien blieben deshalb nur kurz auf dem Weihnachtsmarkt, andere gleich zu Hause.

"Ich bin hier auf dem Weihnachtsmarkt für alles zuständig, allerdings nicht für das Wetter", hebt Tom Hebäcker die Schultern. Er ist der Vorsitzende des City-Vereins und organisierte wie die Jahre zuvor den Markt.

"Der Sonnabend und Sonntag waren schlichtweg eine Katastrophe. Sonnabends, das ist der eigentliche Haupttag für uns, konnte man all die Jahre zuvor hier vor Menschen nicht treten. In diesem Jahr kamen die Besucher nicht gerade in Scharen", resümiert der Zerbster Gastronom. Er und seine Kollegen sowie die Händler seien vom diesjährigen Zuspruch "schwer enttäuscht".

Dankeschön an alle, die mitgemacht haben

Allerdings kann er dem Ganzen auch noch eine gute Seite abgewinnen: "Alle, die Programme aufgeführt haben, sind gekommen und das trotz des miesen Wetters. Dafür möchte ich mich bei ihnen wirklich ganz herzlich bedanken. Beispielsweise ging bei den Auftritten von El Ab Surdo, der Sambaband der Fasch-Musikschule und bei Fassi and Friends am Sonnabend so richtig die Post ab."

Ob und wie sich Tom Hebäcker beim Zerbster Weihnachtsmarkt 2011 engagieren wird, das steht für ihn noch nicht fest. "Das muss ich mir noch durch den Kopf gegen lassen", sagt er.

Die Besucher, die trotz der Wetterunbilden auf den Weihnachtsmarkt gekommen waren, schien er zu gefallen. "Für das Wetter kann doch keiner, es ist trotzdem gemütlich hier", so Normen, der mit seinem Sohn Max gekommen war.

Auch den Turm bestiegen immer wieder Interessierte, die sich auch die gelungene Ausstellung des Förderkreises St. Nicolai im Turm angesehen haben. Der Aufstieg wurde erleichtert, weil Schüler des Gymnasiums Francisceum die Nischen mit Pappmaché-Figuren ausgestattet haben. Kompliment für die Idee - und für alle anderen, die mitgemacht haben.

   

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