Seit 1992 treffen sich die Schlesier regelmäßig und begehen ihre gemeinsame Weihnacht. Auch in diesem Jahr haben sich bei schlechten Witterungsbedingungen 62 Mitglieder am Mittwoch in der Trinitatiskirche eingefunden und gemeinsam mit Pastor i. R. Heinz Lischke und Kreisoberpfarrer Jürgen Tobies das Jahr ausklingen lassen.

Zerbst. "Dass so viele Menschen kommen, hätte ich im Leben nie erwartet", zeigte sich Lischke über die große Resonanz sehr erfreut. In seiner Begrüßungsrede verlas er das Grußwort des Kirchenpräsidenten Joachim Liebig und richtete Grüße von Schlesiern, die es aufgrund der Witterung nicht schafften, in die Runde.

Die Andacht in der Zerbster Trinitatiskirche von Jürgen Tobies hatte, wie sollte es auch anders sein, alles rund ums Weihnachtliche zum Thema. "Impressionen, unsere Gedanken und Verbindungen zum Fest oder auch Erinnerungen und weihnachtliche Gerüche waren der Kern", beschrieb Organisator Lischke.

Ganz besonders erfreut, zeigte sich der Pastor i. R. über den Besuch von Hartmut Neuhaus, Pastor der katholischen Gemeinde St. Michael-Coswig. "Zu unseren Andachten laden wir immer mal wieder andere Kirchliche ein. Das es dieses Mal geklappt hat, war super", erklärte Lischke.

Höhepunkt der diesjährigen Schlesier-Weihnacht war ein Vortrag von Lischke über die Reisen der Jungen Gemeinde Zerbst nach Polen und ins Riesengebirge aus den Jahren 1973 und 1974. Die ursprünglich als Diavortrag geplante Rede musste kurzfristig als reiner Wortvortrag gehalten werden. "Die Technik hat versagt, aber das war alles kein Problem", gab sich der Pastor i. R. ganz sachlich. Lischke berichtete über die Zeit als er die Zerbster Junge Gemeinde noch verwaltete und mit ihnen die Städte Breslau, Krakau und Auschwitz besuchte.

Insgesamt war es für die Anwesenden ein gemütlicher Nachmittag in einer fröhlichen Stimmung. "Wir haben viel gesungen und gelacht. Es war eine wirklich schöne Atmosphäre", erzählte Lischke. Ganz besonders gefreut hat es den Pastor, dass viele Fahrgemeinschaften gebildet wurden. "Die Jungen haben die Älteren mitgenommen. Nur so war es möglich, dass so viele kommen konnten."

Bilder