Zerbst. Der Kreisstraßen-Ausbau im Zerbster Ankuhn ist gestern eine Etappe fortgeschritten. Am Vormittag wurde der Bereich zwischen Wegeberg/Luther-Promenade und Einmündung Marktstraße bautechnisch abgenommen und anschließend sofort für den Verkehr freigegeben.

Ein sehr sensibler Bauabschnitt ist somit nahezu abgeschlossen. Das nur wenige Meter lange Stück der Ankuhnschen und das Teilstück der Lindauer Straße bindet nun die zuvor neu errichtete Brücke an der einstigen Ankuhnschen Mühle ein. Hier war stets befürchtet worden, dass ein vorgelagertes Nuthe-Wehr infolge der Bautätigkeit zusammenfällt. Dies ist ausgeblieben. Jedoch ist das Wehr als solches nun nicht mehr funktionsfähig: In die Nuthe wurden große Steine eingebracht, die den Wasserstand permanent auf gleicher Höhe regulieren.

Unterdessen sind die Tiefbauer der beauftragten Firma Strabag in den nächsten Bauabschnitt weitergezogen. Dies ist der Bereich zwischen den Einmündungen Marktstraße und Kreuzstraße. Anwohner befürchten, dass wegen der in erheblicher Tiefe stattfindenden Kanalverlegearbeiten Schäden an den Häusern entstehen. Bislang ist davon jedoch nichts bekannt.

Der Baustellen-Umzug bewirkte eine neue Verkehrsführung. Gut für den Ankuhn ist, dass er nach mehr als einem Jahr der Vollsperrung nun vom Wegeberg aus wieder erreichbar ist. Allerdings wird die Bushaltestelle weiterhin ihren eigentlichen Standort in Höhe Marktstraße nicht einnehmen können, sondern am Ankuhner Markt in Höhe Grundstück Nr. 14 provisorisch verbleiben. Der Verkehr aus Richtung Strinum/Zernitz/Kuhberge wird über die L 55 umgeleitet. Der Verkehr von der Magdeburger Straße nach Strinum/Zernitz/Kuhberge wird ebenfalls über die L 55 umgeleitet. Ortskundige nutzen die geschotterte Grüne Straße.