Die 4. Klassen der Grundschule "Am Fliederhof" beteiligen sich am Zeitungsprojekt der Volksstimme "SchmaZ junior- Schüler machen Zeitung". Nun bekamen sie Besuch von einem ADAC-Experten.

Neu-Olvenstedt l "Sehen und gesehen werden" - was für Erwachsene im Straßenverkehr als selbstverständlich klingt, ist für Kinder ein Lernprozess. Diesen setzte Günther Helbig vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) bei den 29 Schülern der vierten Klassenstufe in Bewegung. "Kinder verfügen nicht über die Fähigkeit des räumlichen Sehens und Hörens, daher können sie die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge nicht schätzen wie ein Erwachsener", so der Fahrlehrer, der dies anhand von praktischen Übungen unter Beweis stellte. Bei Schätzungen, wo ein Auto bei einer Vollbremsung bei Tempo 50 zum Stehen kommt, lagen die Schüler daneben. "Das hätte ich nicht erwartet", bemerkte Celina Fricke.

"Wenn Kinder einmal in Bewegung sind, können sie nicht bremsen - das Reaktionsvermögen ist etwas langsamer als bei einem Erwachsenen", nannte Günther Helbig eine weitere Schwierigkeit. Eine schnelle Reaktion müsse erst erlernt werden. So auch einfache Regeln beim Überqueren der Fahrbahn. Für Erwachsene sei der Blickwinkel überraschend, aus dem Kinder Fahrzeuge wahrnehmen. "Jeder kann den Selbsttest machen und sich hinter einen Pkw hocken und beobachten, wann vorbeifahrende Autos erst sichtbar werden", verwies der Fahrlehrer, der im Anschluss an die praktischen Übungen Prüfbögen an die Klassen der Lehrerinnen Marion Schwabe und Sylvia Simon ausgab. "Der Tag heute ist auch eine gute Vorbereitung für die theoretische und praktische Fahrradprüfung, die in der kommenden Woche anstehen", so Marion Schwabe. Verkehrserziehung ist Teil des Unterrichtes. Seit Wochen bereiten sich die Schüler an der Einrichtung an der Hans-Grade-Straße auf die anstehenden Prüfungen vor.

Über die Teilnahme am Zeitungsprojekt der Volksstimme in Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium wird im Internet informiert:

www.schmaz-junior.de

 

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