Magdeburg. Die Magdeburger Stadtverwaltung hat ihr Angebot über Notunterkünfte erneuert: Menschen, die ihre Wohnungen verlassen müssen oder wollen, sollten vorrangig versuchen, bei Verwandten oder Freunden unterzukommen. Für alle, denen dies nicht möglich ist, stehen Ausweichquartiere im Hegelgymnasium (Hegelstraße/Geißlerstraße), im Einsteingymnasium am Olvenstedter Graseweg und im ehemaligen Humboldt-Gymnasium an der Nachtweide 68 zur Verfügung.
In einer Pressmitteilung der Stadt heißt es: "Wer dieses Angebot nutzen möchte, sollte sich selbstständig zu den Unterkünften begeben. Personen, die Hilfe beim Umzug in ein Ausweichquartier benötigen, melden sich bitte am Bürgertelefon unter (0391) 540 77 77." Direkt vor Ort gebe es weitere Informationen.

Außerdem organisiert die Stadt eine Quartierbörse für Flutopfer. Dafür werden noch Magdeburger gesucht, die die Bewohner der bereits geräumten oder gefährdeten Stadtteile aufnehmen möchten und Zimmer oder Wohnungen zur Verfügung stellen können. Diese werden gebeten, sich direkt in den Ausweichquartieren zu melden. Die betroffenen Personen können dann direkt von dort mitgenommen werden.

Hintergrund der Aktivitäten: Inzwischen ist auch für die Stadtgebiete Ostelbiens die dringende Empfehlung zur Räumung ergangen. Dies war zuvor bereits auf dem Werder der Fall. Dazu hatte die Stadt kurz am Sonntagnachmittag informiert: "Wegen der sehr ernsten Hochwassersituation müssen die zu Magdeburg gehörenden Ortschaften Pechau und Randau-Calenberge sowie alle ostelbischen Stadtteile heute Nachmittag vorsorglich geräumt werden. Die Bewohner werden gebeten, die Lautsprecherdurchsagen des Stadtordnungsdienstes zu beachten."

"Dabei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte der Stabsleiter Holger Platz. "Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz werden unverändert fortgesetzt. Ostelbien wird nicht aufgegeben. Die vom Stab getroffene Entscheidung empfiehlt auch der Landesbetrieb für Hochwasserschutz." Die verstärkten Deiche in Randau und Pechau würden weiter intensiv verteidigt. Dafür stehen etwa 600 Kräfte zur Verfügung. Sie bleiben vor Ort.

Die Polizei wird die geräumten Gebiete bestreifen.