Magdeburg. Verrückte Welt in Magdeburg. Eben noch kämpfen Tausende Helfer gegen die Fluten der Elbe, da stürmen spätestens ab Dienstag vor allem Kinder ins kühle Nass der Freibäder. Magdeburg erwartet 30 Grad Celsius und mehr.

Im Freibad in Olvenstedt tummelten sich am Montag Schüler der Grundschule am Fliederhof. Sie haben es nicht weit. Ihre Schule liegt nur ein paar Schritte vom Erich-Rademacher-Bad entfernt. Lukas, Phillip, Celina, Lisa und die anderen Kinder hatten sichtlich Spaß in der Olvenstedter Badewanne, die bis vor ein paar Tagen vorübergehender Standort eines DRK-Zuges im Hochwassereinsatz war. So ist das Leben eben - die Spannung rund ums Hochwasser weicht zusehends der fröhlichen Unbeschwertheit des Frühsommers.

Die Verwaltung jedenfalls erklärte gestern: Alle fünf Freibäder der Stadt sind startklar für den Sommer. Und da nun auch das Wetter mitzuspielen scheint, ist durchaus ein guter Besuch zu erwarten, der wegen der schlechten Wetterlage auch schon vor dem Hochwasser ausgeblieben war.

Stadtsprecher Michael Reif bestätigte: "Sowohl die drei Freibäder als auch die zwei Strandbäder sind geöffnet." Die Öffnungszeiten sind wie jedes Jahr wetterabhängig und werden deshalb flexibel gestaltet. Die Kernöffnungszeit besteht täglich von 10 bis 19 Uhr. Bei Bedarf, insbesondere wenn sich Schulklassen anmelden, könne eine Öffnung auch vor 10 Uhr erfolgen, so Reif. Ein Ausnahme bildet das Strandbad Barleber See. Das lädt wetterunabhängig von 9 Uhr bis mindestens 19 Uhr zum Sonnen und Baden ein.

An Hochsommertagen, wenn um 12 Uhr bzw. danach 28 Grad Lufttemperatur gemessen werden und eine Nachfrage besteht, kann man bis 20 Uhr das kühle Nass genießen. Bei schlechtem Wetter schließen die Bäder bereits um 17 Uhr. Danach sieht es bis Donnerstag nicht aus.