Magdeburg (dpa/st) l Die Behindertenwerkstätten in Sachsen-Anhalt haben von Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) eine Vereinbarung zur Finanzierung gefordert. Sie übergaben gestern am Rande der Landtagssitzung in Magdeburg 7500 Protestpostkarten. Jede ist ein Unikat, das von Menschen aus den Werkstätten gestaltet wurde.

Die Situation führe dazu, dass die Einrichtungen nicht kostendeckend arbeiten und Fachkräfte nicht adäquat bezahlt werden könnten, sagte Ernst-Christoph Römer, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen, bei der Übergabe der Postkarten. "Das sind zurzeit sehr schwierige und langwierige Verhandlungen", sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. Sie liefen bereits seit mehreren Jahren, in rund 600 von rund 1900 Einzelpunkten seien bislang Ergebnisse erzielt worden. Bei den Verhandlungen zwischen der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für Behinderte und der Sozialagentur, die dem Ministerium untersteht, geht es um die Bezahlung der einzelnen Betreuungsleistungen. Die Vereinbarung soll Bundesrecht umsetzen.

Bischoff appellierte an beide Seiten, kooperativ zu Ergebnissen zu kommen. Laut Lebenshilfe sagte er, das Thema solle bis Jahresende vom Tisch sein.