Immer wieder werde wie ein Schild vorangetragen, dass die Kriminalität im Jugendbereich zurückgehe, sagt Oberstaatsanwältin Silvia Niemann. "Ganz davon abgesehen, dass absolute Zahlen, ohne die Überalterung und Abwanderung der Bevölkerung Sachsen-Anhalts zu berücksichtigen, kaum etwas aussagt, wird dabei gerne übersehen, dass junge Täter bei ihren Straftaten immer brutaler vorgehen."

Zum Beispiel sei es bei Raubdelikten heute so, dass Jugendliche gleich zum Messer griffen, um ihrer Forderung nach Geld, Handy oder Markenbekleidung Nachdruck zu verleihen.

Da werde am Boden Liegenden ins Gesicht getreten oder auf den Kopf gesprungen. "Man hat das Gefühl, das Normen und Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens immer weniger zählen", sagt die 48-Jährige.

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