Magdeburg (dpa/dapd) l Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt haben in diesem Jahr 162 Deutschland-Stipendien vergeben. Damit sei das zur Verfügung stehende Kontingent zu 68 Prozent ausgeschöpft worden, teilte das Wissenschaftsministerium gestern in Magdeburg mit. Begabte und leistungsstarke Studenten können monatlich 300 Euro aus dem Programm bekommen. Es wird jeweils zur Hälfte vom Bund und von privaten Geldgebern aufgebracht. An den Hochschulen und Universitäten des Landes lernen zurzeit rund 55000 Studenten.

Bedingung für das Deutschland-Stipendium sind zum Beispiel bei Studienanfängern gute Abiturnoten oder bei Studenten gute Zwischenprüfungen. Auch besonderes Engagement wie eine ehrenamtliche Tätigkeit oder die Betreuung eigener Kinder können berücksichtigt werden.

In Sachsen-Anhalt wurde laut Ministerium ein höherer Anteil der verfügbaren Stipendien vergeben als in Sachsen oder Thüringen. In Sachsen habe die Quote bei 58 Prozent gelegen, in Thüringen nur bei 41 Prozent.

Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) begrüßte es, dass bei dem Programm Hochschulen und Unternehmen zusammenarbeiteten. Dies sei ganz im Sinne der vom Land verfolgten Politik, den Dialog zwischen Firmen und Hochschulen zu verstärken.

Armin Willingmann, Präsident der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt und Rektor der Hochschule Harz, sprach von einem "guten Start" des neuen Stipendienprogramms. Erwartungsgemäß hätten es die Hochschulen im Lande mit einer anwendungsorientierten Ausrichtung etwas leichter, in der Wirtschaft oder bei Institutionen Stipendien einzuwerben.

Mit dem Anfang des Jahres von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Deutschland-Stipendium sollen langfristig acht Prozent der leistungsstarken Studierenden an staatlichen anerkannten Hochschulen gefördert werden. Derzeit kommen in Sachsen-Anhalt 0,3 Prozent der Studenten in den Genuss der Finanzspritze.