Magdeburg (st) l Nach dem Entzug der Lizenz durch das Innenministerium im Januar hat das Amtsgericht Magdeburg nun auch das Insolvenzverfahren gegen die Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH eröffnet. Vertreter der Gewerkschaft ver.di begrüßten das, forderten aber im Interesse der 90 Beschäftigten Klarheit darüber, wie es nun weitergehe. Auch habe es immer noch Verhandlungen des privaten Inhabers mit einem neuen Investor gegeben, so ver.di.

"Ja, es gab Vertragsverhandlungen, die wir begleitet haben. Sie waren aber nicht erfolgreich", erklärt eine Sprecherin des Innenministeriums der Volksstimme. Sie kündigte eine zeitnahe und europaweite Ausschreibung der Zulassung an. "Wir hoffen, dass der Spielbetrieb bis Jahresende wieder aufgenommen werden kann." 2010 hatte das Land seine Spielbanken in der Hoffnung auf größere Gewinne privatisiert. Weil die privaten Investoren in Geldschwierigkeiten gerieten, sind die drei Hallen in Halle, Magdeburg und Wernigerode seit Mai 2011 geschlossen.