Hamburg (dpa/kc). Googles umstrittener Online-Straßenatlas Street View ist in Deutschland gestartet. In der Nacht zu gestern schaltete der Internet-Konzern die Panorama-Ansichten für zahlreiche Straßen in 20 großen Städten wie Berlin, Hamburg, Dresden und Leipzig frei.

In Deutschland hat Google dabei nach eigenen Angaben so viele Zugeständnisse gemacht wie in keinem anderen Land. Dazu zähle die Möglichkeit, schon vorab das Löschen eines Wohnhauses in den Straßenansichten beantragen zu können, sagte Europachef Philipp Schindler. Allein zum Bearbeiten der mehr als 244000 Anträge, ein Wohnhaus unkenntlich zu machen, habe Google mehr als 200 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Der Nutzen sei dem Konzern aber den großen Aufwand wert: "Wir wissen, dass Street View ein extrem nützliches Produkt ist." Google präsentierte zum Start gestern mehrere große Partner wie die Lufthansa, das Immobilienportal Immobilienscout 24 und den Hotel-Reservierungsdienst HRS.

Wie Tests zeigen, ist der Online-Dienst allerdings noch fehlerhaft. Die Verpixelung funktioniere nicht richtig, berichtet das Internetportal "Meedia.de". So seien mehrere Häuser unkenntlich gemacht und nicht erkennbar, wenn man davorstehe. Bewege sich der Nutzer mit der Pfeiltaste nur wenige Meter zurück, seien die Häuser völlig unverpixelt zu sehen. Google habe darauf erklärt, das Problem mit Nachdruck zu beseitigen.