Neues Jahr, neues Glück. Kaum jemand will sich die Hoffnung auf ein besseres 2012 und das große Fest zum Jahreswechsel nehmen lassen. So rutschen einige Metropolen der Erde ins neue Jahr:

SYDNEY (Australien): "Zeit zum Träumen" ist das Motto der Riesenshow rund um das Hafenbecken. Etwa 1,5 Millionen Menschen werden erwartet, die teils den ganzen Tag ausharren, um sich einen Platz mit gutem Blick auf das berühmte Opernhaus und die Brücke zu sichern. Erst verscheuchen Aborigines böse Geister mit einer Rauchzeremonie. Nach einer Schiffsparade gibt es das große Finale: Ein zwölfminütiges Feuerwerk um Mitternacht, das von sieben Booten, sieben Hochhäusern und von der Brücke aus abgefeuert wird.

BERLIN (Deutschland): Pflicht ist für viele Menschen die große Sause am Brandenburger Tor. Dieses Jahr heizen die Scorpions und Schlagerstar Udo Jürgens die Stimmung an. Die Veranstalter erwarten bis zu einer Million Menschen bei den Feiern vor Berlins Wahrzeichen.

WARSCHAU (Polen): Es wird ein wenig gespart: Die internationalen Showstars fehlen auf der Open-Air-Fete. Stattdessen erschweren Staus und Baustellen die Anreise zur Party - Warschau rüstet sich noch immer für die Fußball-EM 2012. Konzerte im Freien mit erwarteten 200000 Besuchern gibt es in Breslau. Im Salzbergwerk Wieliczka gibt es den traditionellen Silvesterball.

TOKIO (Japan): Peppige Countdown-Events nach westlicher Art gibt es etwa im Tokio Disneyland, wo im Schnitt 50000 junge Leute feiern. Sonst geht es in Japan eher ruhig und traditionell zu: Etwa im Meiji-Schrein in Tokio, dorthin strömen in der Neujahrsnacht die Massen, um die Götter um Glück fürs neue Jahr zu bitten.

NEW YORK (USA): Popstar Lady Gaga hat die wichtigste Aufgabe in New Yorks Silvesternacht übertragen bekommen: Sie soll am Times Square per Knopfdruck die berühmte Kristallkugel 60 Sekunden vor dem Jahreswechsel in Bewegung setzen. Die Neujahrsfete am Times Square wird traditionell von mehr als einer Million Menschen besucht.

MOSKAU (Russland): In der Silvesternacht legen Ded Moros (Väterchen Frost) und Helferin Snegurotschka (Schneeflöckchen) Geschenke unter den geschmückten Weihnachtsbaum (Jolka). Das ist ein wichtiges Familienereignis, dann feiern alle das Jolka-Fest und essen gemeinsam - meistens den traditionellen Olivensalat. Um Mitternacht läuft im Staatsfernsehen die Neujahrsansprache des Präsidenten.

LONDON (England): Big Ben schlägt Mitternacht: Jährlich gibt es an der Londoner Themse nahe der berühmten Turmglocke und des Riesenrads London Eye zehn Minuten lang Feuerwerk zu Musik. Die Zahl der Menschen, die entlang des Flusses den besten Blick auf das Spektakel erhaschen dürfen, ist auf 250000 begrenzt.

WIEN (Österreich): Auf dem Wiener Stephansplatz, in der Szene-Disco, in der Stube: Zu Mitternacht muss es der "Donauwalzer" sein. Zwar begrüßen auch die Österreicher das neue Jahr mit Sekt, Böllern und Raketen. Noch wichtiger aber ist, vor allem in Wien, der Walzerschritt in die Zukunft: Schlag zwölf ertönt auf allen Kanälen des österreichischen Rundfunks ORF erst das Läuten der "Pummerin" - der Glocke im Stephansdom - und gleich darauf Johann Strauß\' schwungvolle Komposition.

PRAG (Tschechien): Über der Moldau zündet um Mitternacht ein Höhenfeuerwerk mit mehr als 4000 Licht- und Toneffekten. Wegen der Finanzkrise hatte Prag es im vergangenen Jahr noch eingespart. An den Flussufern können wieder Zehntausende Besucher das Spektakel verfolgen.

PARIS (Frankreich): Zahlreiche Touristen werden erwartet, obwohl keine besonderen Straßenfeiern oder Feuerwerkshows geplant sind. Mit Blick auf mögliche Terroranschläge wurden Sicherheitsmaßnahmen an Verkehrsknotenpunkten und Sehenswürdigkeiten bereits zu Beginn des Monats verstärkt - auch wenn es derzeit keine Drohungen gibt.

TAIPEH (China): In Taipeh wird auf einem Mega-Konzert mit zwölf nationalen Sängern ordentlich gefeiert. Um Mitternacht werden die Auftritte für ein sechseinhalb Minuten langes Riesenfeuerwerk unterbrochen.

BANGKOK (Thailand): Das neue Jahr wird in Bangkok am World Trade Center, dem Zen Department Store, heruntergezählt. Viele Menschen werden dieses Jahr wahrscheinlich aber zu Hause bleiben: Grund sind Warnungen vor Bombenanschlägen.

ATHEN (Griechenland): An Silvester zocken die Griechen wie verrückt. Das Kartenspiel "31" wird dann überall gespielt, in der Familie und mit Freunden. Das Spiel gilt als Omen für das finanzielle Glück im neuen Jahr. (dpa)