Venice (dpa) - Die Macher der Foto-App Snapchat wollen sich mitten in der Corona-Krise über Schuldscheine 750 Millionen Dollar (695 Mio Euro) frisches Geld am Markt besorgen.

Die in Aktien wandelbaren Anleihen sollen eine Laufzeit von fünf Jahren haben, wie die Betreiberfirma Snap mitteilte. Der Erlös soll unter anderem für die Finanzierung des laufenden Betriebs verwendet werden.

Snap hatte im vergangenen Quartal einen Verlust von rund 306 Millionen Dollar verbucht, zeigte sich aber zugleich auch zuversichtlich, glimpflich durch die Corona-Zeit zu kommen. Die Foto-App setzt auf Werbung als Einnahmequelle - und hat bereits zu spüren bekommen, dass die das Anzeigenkunden stärker aufs Geld achten. Hatte es im ersten Quartal noch ein Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent gegeben, schmolz es bis Mitte April auf 11 Prozent zusammen.

Gründer und Chef Evan Spiegel schrieb in einer von der Website "Axios" veröffentlichten E-Mail an die Mitarbeiter, Snap wolle mit dem Erlös aus dem Anleihenverkauf in langfristiges Wachstum investieren können, auch wenn sich die aktuellen Herausforderungen fortsetzen.

Mitteilung von Snap

Bericht von Axios