Berlin (dpa) - Erst nach mehreren Stunden konnten Schüler und Eltern aufatmen: Ein Alarm an einer Berliner Schule hat einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Seit dem Vormittag durchsuchten Beamte das Oberstufenzentrum im Ortsteil Rummelsburg, auch Spezialeinsatzkräfte waren dabei.

Die Polizei war nach eigenen Angaben "wegen des Verdachts einer Amok-Lage" zu der Schule gerufen worden. Am Nachmittag konnte schließlich Entwarnung gegeben werden: "Wir gehen derzeit von einem Fehlalarm aus", teilte die Polizei auf Twitter mit. Am Abend hieß es, momentan werde von einem technischen Fehler bei der Alarmierung ausgegangen, die Ermittlungen hierzu dauerten aber noch an.

Der Alarm war laut einer Polizeisprecherin kurz nach 10.00 Uhr ausgelöst worden, zunächst war unklar von wem. Auf Twitter sprachen die Beamten von einem "Amokalarm", der entsprechend ernst genommen werde. Die Polizei rückte mit rund 80 Kräften aus. Die Feuerwehr war mit 30 Rettern im Einsatz, wie ein Sprecher sagte.

Nach Angaben der Polizeisprecherin handelt es sich um eine große Schule mit mehr als 1000 Schülern - 600 Menschen befanden sich nach Angaben der Polizei im Gebäude. Die Einsatzkräfte sperrten den Bereich um die Schule weiträumig ab. In der Toreinfahrt warteten Polizisten mit Maschinenpistolen und Schutzanzügen. Auf dem Nöldnerplatz standen Krankenwagen bereit. Auch ein Zelt wurde aufgebaut.

Die Polizei durchsuchte das ganze Schulgebäude. Sie rief die Schüler per Twitter auf, in den Klassen zu bleiben und keine Bilder aus den Räumen über die sozialen Netzwerke zu verbreiten. Die Jugendlichen wurden von der Polizei in kleinen Gruppen aus dem Gebäude gebracht. Und so hatte der Einsatz gegen 15.30 Uhr ein glimpfliches Ende. Laut Feuerwehr wurde niemand verletzt.

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