Apothekenschließungen Apotheken schließen weiter – Kritik an Reformplänen
Im vergangenen Jahr schlossen in Thüringen so viele Apotheken wie nie zuvor. Die Landesapothekerkammer sieht keine Trendwende – und warnt vor Folgen für ländliche Regionen.

Erfurt - Das Apothekensterben setzt sich in Thüringen unvermindert fort. Im vergangenen Jahr seien 13 Apotheken für die Arzneimittelversorgung der Thüringer verloren gegangen und damit so viele wie nie zuvor, teilte die Landesapothekerkammer mit. Somit sei im Freistaat im 15. Jahr in Folge die Zahl der Apotheken gesunken.
„Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich der Trend stoppen ließe“, sagte der Geschäftsführer der Kammer, Danny Neidel. Seit Jahresbeginn gebe es nun nur noch 474 Apotheken in Thüringen - rund 110 weniger als im Jahr 2010. Für März seien bereits weitere Schließungen angekündigt. Gründe für die Entwicklung sind nach früheren Angaben wirtschaftlicher Druck und fehlender Nachwuchs.
Kritik äußerte Neidel zudem an den geplanten tiefgreifenden Änderungen im Zuge der Apothekenreform des Bundesgesundheitsministeriums. Diese würden dafür sorgen, dass die Versorgung gerade auf dem Land weiter geschwächt werde.