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Aufgespießt Endlich Friedensnobelpreis-Träger

Trump hält Ehrung nach großen Entbehrungen endlich in Händen.

Von Axel Ehrlich 16.01.2026, 11:35
Mann, Medaille, Machado.
Mann, Medaille, Machado. Foto: Imago

Trump. Der Mann ist offenbar so besessen davon, endlich den Friedensnobelpreis in Händen zu halten, dass er bis fast zum Äußersten geht. Er empfängt die von ihm eher wenig geschätzte venezolanische Oppositionsführerin Maria Machado zum Austausch von Halbfreundlichkeiten bei sich im Weißen Haus. Die Frau darf nur durch den Hintereingang zum Präsidenten, es gibt kein offizielles Foto auf dem beide drauf sind. Beinahe schmerzhafte Zeitverschwendung für Trump. Aber: Frau Machado übergibt ihm ihren Friedensnobelpreis. Den Trump, er musste solange darauf warten, natürlich annimmt.

Der Preis, der für eine besondere Leistung verliehen wurde, kann nicht weitergegeben werden, sagt das Nobelpreiskomitee. Ist Trump wurscht. Er hat ihn ja jetzt. Dabei hätte er es viel einfacher haben können: Dem Nobelpreiskomitee mit brachialen Zöllen oder einer militärischen Invasion drohen. Oder den ganzen Bums einfach kaufen. Vielleicht im noch zu erfindenden Premium-Paket (Zielgruppe Diktatoren oder andere Größenwahn-Geplagte), das zusätzlich eine 300 Meter hohe Gold-Statue des Geehrten beinhaltet. Vielleicht beim nächsten Mal.