Aufgespießt

Polizei gibt Tipps für käufliche Liebe

Niemals zu Hause – und vorher alles genau prüfen

Von Axel Ehrlich
Vorsicht bei Hausbesuchen  , warnt die Polizei.
Vorsicht bei Hausbesuchen , warnt die Polizei. Foto: imago

Prävention ist total wichtig bei der Polizei. Wenn Straftaten erst gar nicht passieren, müssen die oft überlasteten Beamten, auch nicht mehr so viel ermitteln.

Deshalb werden regelmäßig Hinweise unters Volk gebracht, wie man Kellerdiebstählen vorbeugt und dass verkehrssichere Fahrräder ihre Fahrer vor Unfällen schützen, jedenfalls ein bisschen. Die thematische Bandbreite ist nahezu unerschöpflich. Baden in unbekannten Gewässern, richtiges Verhalten an der Bahnsteigkante, insbesondere beim lautlosen Herannahen von Zügen, miese Mails, mit deren Hilfe die Versender an sensible Daten wie Kontonummern gelangen...

In dieser Woche warnte die Polizei Magdeburg in einem ganz speziellen Zusammenhang „vor der Nutzung unseriöser Dienste“. In dem Schreiben heißt es: „Stellen Sie sicher, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt und vermeiden Sie Treffen in Ihren privaten Räumlichkeiten.“ Gemeint ist er Umgang mit dem Thema Käufliche Liebe. Anlass ist der Fall eines 66-jährigen Magdeburgers, der via Hotline eine Dame zur Erbringung erotischer Dienste gebucht hatte. Als es dann bei ihm klingelte, war nicht nur die bestellte Dame da, sondern gleich auch noch ihr gar nicht gebuchter Freund. Der schüchterte den Kunden mit seinem mitgebrachten Messer ein, während die Frau sich ein bisschen in Richtung Wertsachen und Bargeld in der Wohnung umsah. Schließlich verschwand die Dame (und ihr Begleiter) mit einem vierstelligen Betrag.

Kein Spaß und kein Geld – für den Magdeburger die schlechteste aller Varianten des erhofften Abenteuers. Beim nächsten Mal wird er sich die Warnung der Polizei ganz sicher zu Herzen nehmen.