Aufgespießt

Wie Verpflegung die Frauen diskriminiert

Endlich will die Bundeswehr ihre Truppe geschlechtsneutral ernähren

Von Von Siegfried Denzel
Eine Bundeswehrsoldatin vor einer ? Achtung: Genderungerechtigkeit! ? geöffneten Einmannpackung.
Eine Bundeswehrsoldatin vor einer ? Achtung: Genderungerechtigkeit! ? geöffneten Einmannpackung. Foto: Bundeswehr

Es ist eine Schmach, eine Diskriminierung für jede Soldatin: Da absolvieren tapfere Frauen Leistungsmärsche und Geländeübungen wie ihre männlichen Kameraden – und dann wird ihnen als Verpflegung eine EPa in die Hände gedrückt. Der Inhalt unterscheidet sich zwar immer ein bisschen – je nachdem, ob die bundesbürokratisch normierten Typen I bis V ausgeteilt werden. Aber es gibt Gemeinsamkeiten: konserviert-zerkochte Fertiggerichte, dröge Hartkekse, billige Schokolade und ein bisschen Brausepulver.

Dabei können unsere Verteidigerinnen noch froh sein, solchen Truppenfraß überhaupt essen zu dürfen. Denn EPa steht für „Einmannpackung“ – Mann, nicht Frau! Ein Skandal in Zeiten der Gendergerechtigkeit!

Deshalb gibt’s jetzt einen Ideenwettbewerb, auf dass EPa endlich auch die Frauen würdige. 800 Vorschläge seien schon eingegangen, teilte die Bundeswehr nicht ohne Stolz mit. Wir sind erleichtert, dass in der Truppe Probleme endlich streng nach Priorität gelöst werden. Erst muss die EPa-Schlacht geschlagen werden, dann geht’s um Kleinigkeiten wie nicht einsatzfähige Waffensysteme. Darauf ein dreifaches Hurra!