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Wetter Berlin und Brandenburg wappnen sich für Sturmtief

Wegen „Elli“ erwartet Berlin und Brandenburg starken Schneefall und Schneeverwehungen. Die Behörden raten eindringlich, nur notwendige Wege zurückzulegen und Warnungen ernst zu nehmen.

Von dpa 09.01.2026, 03:00
Wegen des Wetters muss mit starken Einschränkungen auf Straßen und Wegen gerechnet werden.
Wegen des Wetters muss mit starken Einschränkungen auf Straßen und Wegen gerechnet werden. Jens Kalaene/dpa

Berlin/Potsdam - In Berlin und Brandenburg wappnen sich alle für das angekündigte Sturmtief. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen. Die Warnung ist von Freitagmorgen, 7.00 Uhr, bis Mitternacht gültig. Neben der Gefahr starker Schneeverwehungen sei damit zu rechnen, dass es vielerorts glatt werde. Aufgrund hoher Schneedecken, blockierter Verkehrswege und stark eingeschränkten Sichtweiten bestehe Gefahr für Leib und Leben, teilten die Wetterexperten mit. 

Es müsse mit starken Einschränkungen auf Straßen und Wegen gerechnet werden. „Wir empfehlen, auf nicht unbedingt notwendige Fahrten zu verzichten“, hieß es von der Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ). 

Feuerwehren und Polizei seien auf mögliche Extremwetterlagen vorbereitet, sagte Brandenburgs Innenminister, René Wilke. Niemand dürfe die Wetterprognosen „auf die leichte Schulter nehmen“, warnte Wilke. Er bat, die Warnungen der Wetterdienste und Behörden ernst zu nehmen und auf nicht notwendige Fahrten und Spaziergänge zu verzichten.

Eltern können über Schulbesuch entscheiden

Wegen der erwarteten Wetter-Extreme steht es den Eltern in Berlin und Brandenburg am Freitag frei, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken wollen, wie die Bildungsverwaltungen in der Hauptstadt und in Potsdam mitteilten. Die Präsenzpflicht sei ausgesetzt, hieß es in Berlin. „Wenn Eltern ihr Kind aus Gründen wie etwa einer besonderen Wetterlage oder auch Krankheit zu Hause lassen, gilt das als entschuldigtes Fehlen“, teilte das Bildungsministerium mit. Grundsätzlich blieben die Schulen im Land geöffnet. 

Aufgrund der Wetterlage bleiben der Berliner Zoo und der Tierpark geschlossen. „Die Sicherheit der Tiere und Gäste hat oberste Priorität“, teilte eine Sprecherin mit. Auch einige Sporthallen werden geschlossen. Zudem wurden Termine abgesagt, etwa der Empfang der Sternsinger bei der Landesregierung in Potsdam oder eine Ausstellungseröffnung in Kleinmachnow. 

BSR: Einsatz auch rund um die Uhr möglich 

BVG und S-Bahn hätten sich auf das Winterwetter eingestellt, hieß es von der Berliner Verkehrsverwaltung. In den Betriebsbereichen der BVG etwa seien umfassende Wintermaßnahmen aktiviert, „um den Verkehr für die Fahrgäste so stabil und zuverlässig wie möglich aufrechtzuerhalten“. Jedoch könne es auch im Berliner Nahverkehr zu Einschränkungen kommen. 

Die Berliner Stadtreinigung BSR teilte mit, dass sie auch für einen massiven Wintereinbruch gut gewappnet sei. Seit Tagen seien die Einsatzkräfte in mehreren Schichten unterwegs. „Wenn es die Wetterlage erfordert, werden unsere Winterdienstkräfte rund um die Uhr im Einsatz sein“, sagte ein Sprecher.

Zudem appellierte die BSR an Anwohner, Gehwege selbst zu räumen. „Sorgen Sie bitte im Rahmen Ihrer Anliegerpflichten für sichere Gehwege“, heiß es von dem Unternehmen. In der Hauptstadt ist die BSR nach eigenen Angaben für den Winterdienst auf Fahrbahnen einschließlich Radwegen, Fußgängerüberwegen, an Haltestellen sowie für bestimmte Plätze und Fußgängerzonen zuständig.

Parks und Schlösser in Brandenburg und Berlin schließen

Die Parkanlagen und Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg bleiben vorsorglich geschlossen. Die vorhergesagte Schneelast erhöhe die Gefahr von Astbruch, teilte die Stiftung mit. Auch Einschränkungen auf den Wegen und Straßen sind demnach wahrscheinlich. In den kommenden Tagen könne es je nach Wetterlage zu weiteren Schließungen oder Absperrungen kommen. Die Stiftung bat Besucherinnen und Besucher um Verständnis.