Demonstrationen Demonstrationen: Linke-Politiker mit Appell zur Deeskalation
In Leipzig treffen am Samstag mehrere linke Gruppen mit unterschiedlichen Positionen zum Nahost-Konflikt aufeinander. Die Partei die Linke mahnt einen friedlichen Verlauf an.

Leipzig - Führende Politiker der sächsischen Linken haben einen friedlichen Verlauf der am Samstag in Leipzig geplanten Kundegebungen der linken Szene angemahnt. „Wir wissen, dass die Demoanliegen für viele mit starken Emotionen verbunden sind. Trotzdem rufen wir alle dazu auf, friedlich und besonnen zu demonstrieren. Diskutiert, streitet, aber mit Worten“, heißt es in einer Stellungnahme, die von den beiden Leipziger Landtagsabgeordneten Juliane Nagel und Nam Duy Nguyen, Fraktionschefin Susanne Schaper und der Parteiführung mit Anja Eichhorn und Marco Böhme unterzeichnet ist.
Linke: Wir lehnen alle Formen von Menschenfeindlichkeit ab
Unterschiedliche Perspektiven müssten solidarisch diskutiert werden, hieß es. „Uneinigkeit unter uns hilft den Nazis, die uns spalten wollen, weil wir ihre konsequentesten Gegner sind.“ Man wolle gemeinsam für eine Welt kämpfen, in der alle Menschen ein friedliches und sicheres Leben führen können. „Niemand sollte Demonstrierenden pauschal und ohne Belege Antisemitismus oder antimuslimischen Rassismus unterstellen.“ Die Linke lehne alle Formen von Menschenfeindlichkeit entschieden ab.
Im Leipziger Stadtteil Connewitz werden sich am Samstag zwei Lager gegenüberstehen, die zum Nahost-Konflikt unterschiedliche Positionen vertreten. Für die Demonstrationen wurde überregional mobilisiert. Der sächsische Verfassungsschutz rechnet mit einer aufgeheizten Stimmung. Die sächsische Polizei will mögliche Straftaten konsequent ahnden und wird von Kollegen aus anderen Bundesländern unterstützt.