1. Startseite
  2. >
  3. Panorama
  4. >
  5. Jahrestag des Angriffs: Gebet für Ukraine: „Gewalt wird nicht das letzte Wort haben“

Jahrestag des Angriffs Gebet für Ukraine: „Gewalt wird nicht das letzte Wort haben“

In der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt erinnern die Kirchen und die Staatsspitze an vier Jahre Tod, Leid, Flucht und Zerstörung.

Von dpa 24.02.2026, 09:34
Bundespräsident Steinmeier gedachte bei einem Friedensgebet der vielen Opfer in der Ukraine.
Bundespräsident Steinmeier gedachte bei einem Friedensgebet der vielen Opfer in der Ukraine. Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin - Am vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Geistlichen verschiedener Konfessionen für den Frieden gebetet und der Hunderttausenden Opfer gedacht. Der katholische Prälat Karl Jüsten sagte, die Andacht sei ein Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine. Gewalt dürfe nicht das letzte Wort haben. „Die Gewalt wird auch nicht das letzte Wort haben.“

Zugleich kritisierte der Geistliche „falsche Propheten“, die die Friedenssehnsucht vieler Menschen in Deutschland auszunutzen versuchten. „Die Versuchung ist für viele groß, sich der eigenen Verpflichtung zur Solidarität zu entziehen“, sagte Jüsten. Man fühle sich allen verbunden, die sich nicht mit der Gewalt abfänden, auch in Russland.

Auch die evangelische Prälatin Anne Gidion erinnerte an die Verzweiflung in der Ukraine, die aber verbunden sei mit Mut zum Leben. „Wie lange reicht diese Kraft noch?“, fragte die Theologin. Die Menschen in Deutschland dürften nicht abstumpfen. Denn: „Es kann anders werden“, sagte Gidion. 

Jüsten und Gidion beteten gemeinsam mit dem orthodoxen Bischof Emmanuel von Christoupolis für ein Ende des Kriegs. In der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt waren neben Präsident Steinmeier auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), Bundestagsabgeordnete und der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev.