Leichtathletik

Gebrekidan will Marathon-Jahresweltbestzeit steigern

Von dpa 23.09.2021, 13:50 • Aktualisiert: 25.09.2021, 08:23

Berlin - Die Äthiopierin Hiwot Gibrekidan will beim Berlin-Marathon an diesem Sonntag (9.15 Uhr/ARD und RBB) ihre Weltjahresbestleistung unterbieten. Die 26-Jährige war in diesem Mai bei einem Elite-Rennen in Mailand 2:19:35 Stunden gelaufen. „Meine Erwartungen sind hoch. Ich gehe davon aus, dass ich es am Sonntag schaffe, unter dieser Zeit zu bleiben“, sagte Gibrekidan am Donnerstag in Berlin. Sollte sie die erste Hälfte der 42,195 Kilometer wie angestrebt in etwa 1:09 Stunden absolvieren, wäre auch ein Streckenrekord denkbar. Er steht bei 2:18:11 Stunden, gelaufen 2018 von der Kenianerin Gladys Cherono.

Renndirektor Mark Milde erklärte, das Ziel sei auch weiterhin, Zeiten unter 2:20 Stunden anzubieten. „Wenn es ein Streckenrekord wird, wäre das super, wenn es ein spannendes Rennen über dem Streckenrekord wird, sind wir auch zufrieden“, sagte Milde. Stärkste Konkurrentin von Gebrekidan dürfte ihre Landsfrau Shure Demise sein, die erstmals unter 2:20 Stunden bleiben könnte.

Lokalmatadorin Rabea Schöneborn von der LG Nord, deren Bestzeit bei 2:27:03 Stunden steht, wollte sich nicht auf eine Zielzeit festlegen. Die 27-Jährige möchte die erste Hälfte aber in gut 1:13 Stunden absolvieren. „Ich möchte schnell laufen, die Voraussetzungen sind gut“, sagte Schöneborn, die normalerweise auf den zweiten gut 21 Kilometern das Tempo noch steigern will.

Insgesamt erwarten die Organisatoren nach der coronabedingten einjährigen Pause am Sonntag rund 25.000 Läuferinnen und Läufer. Beim Skater-Marathon am Samstag sind etwa 3000 Sportlerinnen und Sportler dabei. Die Organisatoren rechnen damit, dass mehr als 90 Prozent gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Infektion genesen sind. Alle anderen Teilnehmer müssen sich einem PCR-Test unterziehen.

Philipp Pflieger vom LT Haspa Marathon Hamburg will am Sonntag trotz eines leichten Trainingsrückstandes seine Bestzeit von 2:12:15 Stunden attackieren. Er musste in der Vorbereitung einige Tage aussetzen, da er sich im Höhentrainingslager in Sestriere einen Infekt eingefangen hatte. „Ich bin trotzdem guter Dinge, dass das gute Training die Wochen und Monate zuvor nicht umsonst war und die Form bis zum Renntag wieder zurück ist“, sagte Pflieger.