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Unwetterwarnung Glatteis-Warnung: Gefährliche Straßen, teils keine Schule

Autofahrer, Fußgänger, Bahn-Pendler aufgepasst: Am Dienstag herrscht hohe Glatteis-Gefahr. Schulen reagieren auf eine Unwetter-Warnung. An einem Ort war es in der Nacht besonders bitterkalt.

Von dpa 12.01.2026, 16:27
Eis bildet sich auch auf Gewässern. (Archivbild)
Eis bildet sich auch auf Gewässern. (Archivbild) Frank Hammerschmidt/dpa

Potsdam - Schneefall, Regen, tückisches Glatteis auf den Straßen: Wegen erwarteter Wetter-Extreme müssen Kinder in Brandenburg am Dienstag nicht in die Schule. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte, dass es ab Montagabend auf den Straßen in Berlin und dem Nachbarland gefährlich werden kann. Auch wer die S-Bahnen nutzt, muss mit möglichen Störungen rechnen. Witterungsbedingte Reparaturen an Weichen führten am Montag zu Verspätungen.

Es wird zwar allmählich etwas wärmer, doch in der Nacht zum Montag herrschten vielerorts zweistellige Minusgrade. Die kältesten Orte in Deutschland waren vorläufigen DWD-Daten zufolge Sohland an der Spree im südlichen Sachsen und Doberlug-Kirchhain im Süden von Brandenburg (Elbe-Elster-Kreis). An beiden Messstationen sanken die Werte nach Auskunft der Nationalen Klimaüberwachung des DWD in der Nacht zum Montag auf minus 19,6 Grad.

Schüler können zu Hause bleiben

Den Eltern in Brandenburg steht es am Dienstag frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Präsenzpflicht sei für diesen Tag ausgesetzt, teilte das Bildungsministerium in Potsdam mit. 

In Berlin sollte nach bisherigem Informationsstand der Schulbetrieb am Dienstag regulär stattfinden. Die Wetterlage solle aber aufmerksam beobachtet werden. 

Wegen der Glatteis-Warnung bleiben die Parkanlagen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg geschlossen, um Gefahren für die Besucherinnen und Besucher abzuwenden, wie die Stiftung mitteilte. 

Unwetterwarnung vor Glatteis

Der DWD gab für zahlreiche Landkreise und Städte Brandenburgs eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 ab Montagabend (20.00 Uhr) bis Dienstagmorgen (8.00 Uhr) heraus, weil hohe Glättegefahr besteht. Am Montagnachmittag setzte Schneefall ein. 

Bei milderen Werten geht der Schnee zuerst in der Südwesthälfte Brandenburgs, später auch im Nordosten in Regen über, der auf dem kalten Boden überfrieren und zu Glatteis führen kann. Auch am Dienstagmorgen ist deshalb noch Vorsicht auf den Straßen geboten. Unnötige Fahrten sollten vermieden werden, teilten mehrere Landkreise mit.

Eisbrecher bei festgefahrenem Güterschiff im Einsatz

Auch für Schiffe birgt der strenge Frost auf zugefrorenen Gewässern Beeinträchtigungen. Eisbrecher versuchten, ein festgefahrenes polnisches Güterschiff auf dem Jungfernsee bei Potsdam wieder manövrierfähig zu machen - zunächst ohne Erfolg. 

Die Kommunen warnen vielerorts vor dem Betreten von Eisflächen: Sie seien nicht sicher genug. Es besteht Lebensgefahr durch Einbrechen und Ertrinken. 

Mitarbeiter der Bad Saarow Schifffahrts GmbH waren am Montag mit Säge und anderem Werkzeug auf dem Scharmützelsee im Einsatz. Sie hackten eine Dehnungsfuge in die 15 Zentimeter dicke Eisschicht an einem Bootsanleger. So soll Spannung aus dem Eis genommen werden, denn die Kraft des sich ausdehnenden Eises könne ganze Steganlagen zerstören, hieß es.