Öffentlicher Nahverkehr Im ÖPNV-Tarifkonflikt drohen weitere Warnstreiks
Reduzierte Wochenarbeitszeit und fehlende Kompromissbereitschaft: Warum die Tarifgespräche im Nahverkehr feststecken und Streiks wahrscheinlicher werden.

Magdeburg - Im öffentlichen Nahverkehr drohen angesichts der stockenden Tarifverhandlungen neue Warnstreiks. Es gebe nach wie vor keinerlei Angebote der Arbeitgeber, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Paul Schmidt, auf Anfrage.
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen war am Mittwoch ergebnislos zu Ende gegangen. Jetzt müsse in den Belegschaften diskutiert werden, wie mit der Situation umgegangen werde. Angesichts der Position der Arbeitgeber gebe es aber fast keine Alternative zu einem Streik.
Arbeitgeber: „Keine Spielräume“
Der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen-Anhalt (KAV) kritisierte, die aktuellen Forderungen seien nicht angemessen und nicht finanzierbar. „Die betroffenen Verkehrsunternehmen in Sachsen-Anhalt sind kommunale Unternehmen“, teilte der Verband mit. Die Kommunen stünden selbst unter erheblichem Haushaltsdruck.
Im Zentrum der Verhandlungen steht eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden. Es seien hier keine Spielräume mehr, so die Arbeitgeberseite. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 17. März statt.