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Tiershcutzbeauftragte Landwirte zur Rehkitzrettung per Drohne aufgerufen

Beim Mähen ihrer Wiesen müssen Landwirte im Frühjahr besonders vorsichtig sein: Rehkitze können sich im Gras verstecken. Moderne Technik soll die Tiere besser schützen.

Von dpa 27.04.2024, 13:51
Eine Drohne mit Wärmebildkamera wird über eine Wiese im Naturpark Hoher Fläming gesteuert.
Eine Drohne mit Wärmebildkamera wird über eine Wiese im Naturpark Hoher Fläming gesteuert. Soeren Stache/dpa

Potsdam - Brandenburgs Landestierschutzbeauftragte Anne Zinke ruft Landwirte zum Schutz von Rehkitzen mit Hilfe von Drohnen auf. „Die Mahd von Wiesen und Weiden kann für viele Wildtiere eine große Gefahr darstellen, da sie mitten in die Brut- und Setzzeit fällt“, sagte Zinke einer Mitteilung am Samstag zufolge. Betroffen seien vor allem Rehkitze, die von ihren Müttern häufig in dichten Wiesen versteckt werden, aber auch Feldhasen und Bodenbrüter. Der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras habe sich als effiziente Maßnahme zur Rehkitzrettung erwiesen, sagte Zinke und verwies auf die neu aufgelegte Förderung des Bundeslandwirtschaftsministeriums für solche Fluggeräte.

„Drohnen ermöglichen auf effiziente und zeitsparende Weise, dass junge Wildtiere aus der Luft geortet und so vor dem Mähtod bewahrt werden können“, so Zinke. Sie rief auch Jagdpächterinnen und Jagdpächter zur Unterstützung auf. Zudem könne der Verein „Rehkitzrettung Brandenburg“ helfen.

Für die Förderung von Drohnen zur Wildtier-Rettung stehen laut Mitteilung in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro bereit. Anträge können bis zum 14. Juni 2024 an die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gestellt werden.