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Wetter Meteorologen warnen vor hoher Glättegefahr

Gefrierender Regen, extremes Glatteis im Elbtal, Sturmböen auf dem Brocken und dem Fichtelberg: In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt: Vorsicht auf Straßen und Wegen.

Von dpa Aktualisiert: 12.01.2026, 15:49
In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kann es auf Straßen und Wegen sehr glatt werden.
In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kann es auf Straßen und Wegen sehr glatt werden. Matthias Bein/dpa

Dresden/Magdeburg/Erfurt - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glatteis in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ab dem frühen Abend. Ab 17 Uhr besteht hohe Glättegefahr durch gefrierenden Regen, wie der DWD in einer amtlichen Unwetterwarnung mitteilte. Die Warnung gilt bis zum Dienstag, 8.00 Uhr.

Besonders betroffen ist demnach das Elbtal. Dort ist der Prognose zufolge extremes Glatteis nicht ausgeschlossen. Auf dem Brocken, dem Fichtelberg sowie den Kamm- und Gipfellagen in Thüringen werden zudem Sturmböen erwartet.

Schneefall wird zu gefrierendem Regen

Für den Nachmittag kündigt der DWD Schneefall an, der von Westen her endet oder in Regen übergeht. Es gibt demnach bis zu drei Zentimeter Neuschnee, im Harz bis zu fünf Zentimeter. 

Zug im Erzgebirge entgleist

Bei Eis und Schnee gab es bereits mehrere Verkehrsunfälle. Am Bahnhof Glashütte im Osterzgebirge entgleiste am Morgen eine Regionalbahn nach Angaben des Verkehrsverbundes witterungsbedingt. Der Triebwagen und eine Achse des zweiten Wagens sprangen laut Polizei aus den Gleisen. Die 25 Fahrgäste blieben unverletzt. Auf der eingleisigen Strecke zwischen Altenberg und Heidenau ist der Zugverkehr unterbrochen.

Mehrere Unfälle auf Autobahnen

Die Thüringer Autobahnpolizei rief Autofahrer zu vorsichtigem Fahren auf. Es gab mehrere witterungsbedingte Unfälle - besonders auf der A4 östlich des Hermsdorfer Kreuzes. Auf manchen Streckenabschnitten ist eine Richtungsfahrbahn voll gesperrt, teilweise sind einzelne Fahrstreifen gesperrt. 

In Fahrtrichtung Frankfurt/Main etwa besteht eine Vollsperrung zwischen den Anschlussstellen Gera und Gera-Langenberg. Dort war ein 25-Jähriger mit seinem Kleintransporter aufgrund unangepasster Geschwindigkeit von der glatten Fahrbahn abgekommen und in die Mittelplanke gefahren. 

Auch auf der A73 gab es am Nachmittag Einschränkungen. Ein 42-jähriger Autofahrer kam ebenfalls wegen unangepasster Geschwindigkeit von der Fahrbahn in Fahrtrichtung Suhl ab. Er überfuhr mehrere Leitpfosten sowie die angrenzende Böschung, wobei er sich leicht verletzte. Bis zur Bergung sperrte die Polizei den rechten Fahrstreifen. 

Auswirkungen auf den Schulbetrieb

Die Glätte hat auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb. In Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen entscheiden die Schulen jeweils selbst über Präsenzunterricht, wie die Bildungsministerien berichteten. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge etwa empfahl den Schulen, auf Präsenzunterricht zu verzichten. Im Landkreis Stendal wurde der Schulbusverkehr vorsorglich eingestellt.

Auch in der Nacht Regen und Glätte

In der Nacht zu Dienstag ist weiterhin mit Regen zu rechnen, der am Boden und auf der Schneedecke gefriert. Es bleibt zunächst glatt, ehe die Temperaturen der Prognose zufolge ansteigen und vielerorts über den Gefrierpunkt klettern. 

Am Dienstag setzt sich das Tauwetter fort. Anfangs kann es den Wetterexperten zufolge regional noch glatt sein, im Tagesverlauf lassen Niederschläge und Glätte aber nach. Die Temperaturen steigen dann auf 3 bis 6 Grad. 

In den Landkreisen Börde und Wittenberg wird der Schülerverkehr aufgrund der Vorhersage für Dienstag eingestellt. Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist laut Landratsamt am Dienstag der Ausfall von Buslinien zu befürchten. Eine geordnete Schülerbeförderung könne nicht garantiert werden.