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„Cold Case“ Nach 42 Jahren: Gericht verhandelt Mord an Professor

Nach mehr als 40 Jahren steht ein 62 Jahre alter Mann wegen der Ermordung eines Psychologie-Professors in Düsseldorf vor Gericht. Der Angeklagte beteuert seine Unschuld.

Von dpa 24.02.2026, 13:36
Verteidigerin Piel: „Mein Mandant bestreitet die Vorwürfe“
Verteidigerin Piel: „Mein Mandant bestreitet die Vorwürfe“ Oliver Berg/dpa

Düsseldorf - Nach dem Mord an einem Psychologie-Professor vor 42 Jahren hat in Düsseldorf der Prozess gegen einen Verdächtigen begonnen. „Mein Mandant bestreitet die Vorwürfe“, sagte Verteidigerin Hannah Piel in ihrem Eröffnungs-Statement. „Er ist erschüttert über die Festnahme 42 Jahre nach einer Tat, die er nicht begangen hat.“ Die Mordkommission habe ihre Ermittlungen damals sehr einseitig geführt.

Der Hochschullehrer war im April 1984 in seinem Wohnhaus in Hilden bei Düsseldorf erstochen worden. 24 Messerstiche in Rücken, Nacken und den rechten Brustbereich seien damals festgestellt worden, berichtete Staatsanwalt Murat Ayilmaz. Der Professor habe „vollständig entkleidet“ in seinem Schlafzimmer gelegen. Es habe sich um eine heimtückische Tat gehandelt.

„Cold Case“-Ermittler entdecken DNA-Spuren 

Die mit dem Fall befassten „Cold Case“-Ermittler sind überzeugt, den Mord aufgeklärt zu haben. Als sie den Fall nach Jahrzehnten aufrollten, entdeckten sie in den Asservaten DNA-Spuren, die damals für die Polizei noch keinen Wert hatten. 

Aber bereits damals war der heutige Angeklagte ins Visier der Mordermittler geraten: Sein Fingerabdruck war an einem Teller in der Küche des Professors entdeckt worden. Deswegen wurde dem Mann, der inzwischen in Italien lebt und 62 Jahre alt ist, dort eine DNA-Probe entnommen. 

Die Ermittler landeten einen Treffer: Sie passt zur DNA-Spur an der Leiche des Professors und an einem Tuch im Schlafzimmer. Der 62-Jährige wurde angeklagt und an die deutsche Justiz ausgeliefert. Das Düsseldorfer Landgericht hat zehn Verhandlungstage für den Fall angesetzt.