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Prozessende Neugeborenes starb in Badewanne – Urteil gegen Mutter naht

Die Mutter verheimlichte ihre Schwangerschaft, das Baby starb in der Badewanne. Nun wartet sie auf das Urteil – ein Gutachten bescheinigt ihr eine schwere Persönlichkeitsstörung.

Von dpa 14.01.2026, 03:30
Die Angeklagte gab vor Gericht an, dass Baby sei tot zur Welt gekommen, Gutachter sehen das jedoch anders. (Archivbild)
Die Angeklagte gab vor Gericht an, dass Baby sei tot zur Welt gekommen, Gutachter sehen das jedoch anders. (Archivbild) Annett Gehler/dpa

Erfurt - Im Prozess um den Tod eines Neugeborenen werden am Mittwoch (9.00 Uhr) vor dem Landgericht Erfurt die Plädoyers erwartet. In dem Verfahren muss sich die Mutter des Babys wegen Totschlags verantworten.

Die 38-Jährige hatte im Oktober 2023 im Weimarer Land allein in der heimischen Badewanne ein Mädchen zur Welt gebracht, das dann laut Staatsanwaltschaft im Wasser ertrank und erstickte. Die Schwangerschaft hatte sie verheimlicht.

Vor Gericht hatte die Angeklagte angegeben, das Baby sei bereits tot zur Welt gekommen. Laut der Rechtsmedizin kam das kleine Mädchen jedoch lebensfähig zur Welt. Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten hatte der Frau eine schwere Persönlichkeitsstörung bescheinigt. Wahrscheinlich wird am Mittwoch auch das Urteil gesprochen.