Bergbau

Pinnow Nord: Lärm nicht über Grenzwerten

Von dpa 17.09.2021, 14:01 • Aktualisiert: 18.09.2021, 22:03

Pinnow - Bei den nach Anwohnerbeschwerden durchgeführten Lärmmessungen im Kiestagebau Pinnow Nord ist keine Überschreitung der Grenzwerte festgestellt worden. „Der Prüfbericht beinhaltet die Feststellung, dass die Grenz- oder Anhaltswerte für Schallemissionen nicht überschritten werden“, hieß es vom zuständigen Energieministerium. Die Bürgerinitiative, auf deren Betreiben die Messungen durchgeführt wurden, stimmt dem zu: „Wir sind mit dem erreichten Lärmschutzergebnis zufrieden“. Man werde das Immissionsgeschehen jedoch weiter verfolgen, aktuell sei eine Verlegung des Siebturms und der betreffenden Lärmschutzwand geplant.

Für die Beschwerden hatte ein Dieselaggregat zur Stromerzeugung gesorgt, dass im Anschluss mit Dämpfern nachgerüstet wurde. Das Unternehmen plant jedoch, das Aggregat durch eine Photovoltaik-Anlage zu ersetzen. Diese solle rund die Hälfte des Strombedarfs decken, erklärte Gerd Walther, der Betriebsleiter von Otto Dörner Kies. Den Rest will das Unternehmen aus dem Stromnetz beziehen. Walther rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Anlage 2023 ans Netz gehen werde. Wie die Gemeinde Pinnow bestätigt, befindet sich der Bauantrag noch in der Abstimmungsphase.

Doch nicht nur der Lärm treibt die Bürger um, sondern auch eine Erweiterung des Kiestagebaus sowie Sorgen um das Grundwasser. Die Tagebaue Pinnow Nord und Süd liegen nach Angaben der Bürgerinitiative komplett in der Trinkwasserschutzzone III des Wasserwerks Pinnow. Eine durch eine Erweiterung des Tagbaus steigende Verdunstung wirke sich auf die Gesamtbilanz aus, daher lehne man dies ab.

Die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) will in der Nähe weitere Flächen freigeben. Die BVVG ist ein Unternehmen der Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um ehemals volkseigene land- und forstwirtschaftliche Flächen zu privatisieren. Doch in nächster Zeit wird dort wahrscheinlich nichts passieren: Unternehmensvertreter Gert Walther zufolge habe man zwar grundsätzliches Interesse an Flächen bekundet, doch in den nächsten zehn Jahren werde es wohl zu keinem Abbau kommen.