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Eisiges Wetter Splitt gibt es weiter kostenlos bei der Stadtreinigung

Die Stadtreinigung verteilt weiterhin kostenlos Splitt – aber der größte Teil ist für die Bezirke reserviert. Was die Berlinerinnen und Berlin dazu wissen sollten.

Von dpa Aktualisiert: 01.02.2026, 16:18
Der Winter hat Berlin immer noch im Griff, an vielen Stellen bleibt es glatt.
Der Winter hat Berlin immer noch im Griff, an vielen Stellen bleibt es glatt. Fabian Sommer/dpa

Berlin - Angesichts der anhaltenden Eisglätte gibt die Berliner Stadtreinigung (BSR) auch an den kommenden Tagen kostenlos Splitt ab. Ab Montag gibt es das Angebot allerdings nur noch an drei BSR-Betriebshöfen, wie BSR-Sprecherin Frauke Bank auf dpa-Anfrage sagte. Zum Auftakt am Samstag waren es zehn. „Wir müssen für uns eine gewisse Mindestmenge zurückhalten.“ Gleichzeitig soll die BSR die Unterstützung der Bezirke ausweiten. 

Am Samstag hat die Stadtreinigung nach eigenen Angaben rund 20 Tonnen Splitt abgegeben, davon rund zwei Drittel an Privatpersonen, ein Drittel an die Berliner Bezirke. Für die nahe Zukunft stehen weitere 80 Tonnen zur Verfügung, allerdings sind dafür 70 für die Bezirke reserviert, nur 10 für Berlinerinnen und Berliner, die mit dem Splitt selbst streuen wollen.

Hier gibt es das Streugut 

Sie müssen das Streugut auch selbst abholen und dafür Eimer oder andere Behälter mitbringen. Das Angebot gilt an den Betriebshöfen in der Forckenbekstraße in Wilmersdorf, der Mühlenstraße in Friedrichshain und der Nobelstraße in Neukölln. Abgegeben werden haushaltsübliche Mengen von maximal zehn Litern, solange der Vorrat reicht. Die BSR-Betriebshöfe sind werktags von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

„Wenn Sie in den Baumarkt gehen, ist es aktuell schwierig, Streumittel zu bekommen“, sagte Bank. „Das war ein Grund für uns zu sagen, wir geben von dem, was wir haben, ein bisschen was ab.“

Stadtreinigung gibt kein Streusalz ab

Das gelte allerdings nicht für Taumittel wie Streusalz. „Auch Salz ist am Markt derzeit knapp“, so die BSR-Sprecherin. „Wer sich jetzt Streusalz besorgen möchte, hat es schwer.“ Die BSR brauche die Streusalzvorräte aber selbst.

Dass die Verkehrs- und Umweltverwaltung das Verwenden von Streusalz auf Gehwegen rechtlich möglich gemacht hat, ist aus Sicht der BSR das eine. Streusalz sei allerdings umweltschädlich und sollte immer nur das letzte Mittel sein, sagte Bank. „Und es hilft bei dicken Eisschichten auch nur bedingt.“

„Bevor man Salz auf Gehwegen einsetzt, sollte man versuchen, das Eis mechanisch aufzubrechen, also mit der Schaufel- oder Spatenkante oder einer Eisscharre“, empfiehlt die BSR-Sprecherin. Danach sollten die Eisstücke vom Gehweg so gut wie möglich entfernt werden.

Stadtreinigung soll auch beim Räumen helfen

Die BSR soll den Bezirken aber nicht nur mit Splitt aushelfen, sondern bei Bedarf auch entsprechendes Räumwerkzeug zur Verfügung stellen. Das teilte die Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt mit. Die Verwaltung und die BSR haben den Bezirksämtern außerdem angeboten, dass die BSR beauftragt wird, die Ordnungsämter an ausgewählten Orten bei der Beseitigung von Eisglätte zu unterstützen. 

Das gilt insbesondere an Schulen, Kitas und Senioreneinrichtungen, Arztpraxen, Kliniken und Apotheken, Nahversorgungsstandorten wie Supermärkten und Einkaufszentren sowie Zuwegungen zu Haltestellen von U-Bahn, Tram, S-Bahn und Bus.

Zu guter Letzt sollen Mitarbeiter aus den Straßen- und Grünflächenämtern, die sonst für andere Tätigkeiten zuständig sind, in diesen Tagen ihre jeweiligen Bezirke bei der von der Eisglätte ausgehenden Gefahr für Leib und Leben unterstützen. Dafür sollen die personalrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, so die Verkehrsverwaltung. 

Auf diese Maßnahmen haben sich den Angaben zufolge Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) und Vertreter ihrer Verwaltung am Freitag mit den Straßen- und Grünflächenämtern der Bezirke, der BSR, den Wasserbetrieben und den Berliner Forsten verständigt. Eine weitere Abstimmungsrunde zum gemeinsamen Vorgehen ist für Montag (2. Februar) geplant.