Notfälle

Weiterhin Suche nach vermisstem Segler auf der Müritz

Ein Segelausflug auf der Müritz endet bei stürmischem Wetter tragisch - ein Besatzungsmitglied wird seit Donnerstagabend vermisst. Jetzt sollen Spürhunde bei der Suche helfen.

Von dpa 26.09.2021, 11:56 • Aktualisiert: 26.09.2021, 11:59

Röbel/Waren - Bei der Suche nach dem seit Donnerstag vermissten 60-jährigen Segler auf der Müritz sind am Sonntag Spürhunde zum Einsatz gekommen. Auch am Samstag war bis in den Abend hinein ohne Erfolg nach dem Mann gesucht worden, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Sonntag. Der Vermisste ging am Donnerstag auf der Müritz bei stürmischer See über Bord.

Der Unfall hatte sich bei einem Segeltörn von vier Männern aus der Müritzregion bei Windstärke acht etwa auf der Mitte des großen Binnensees in Höhe Röbel ereignet. Der Sturm kam aus Nordwesten, die Wellen sollen bis zu eineinhalb Meter hoch gewesen sein.

Wie der Vermisste genau über Bord fiel, werde noch ermittelt. Nach Angaben der anderen drei Besatzungsmitglieder im Alter zwischen 43 und 62 Jahren war der Jüngste nach dem Unfall hinterhergesprungen.

Der Helfer habe den Verunglückten noch etwa 15 Minuten über Wasser halten können. Dann sei dem Mann die Kraft ausgegangen, so dass er sich selbst retten musste. Beim Aufstieg ins Segelboot habe sich der Helfer am Kopf verletzt.

Bei solchen Bedingungen rauszufahren sei lebensgefährlich, hieß es von der Wasserschutzpolizei. Dass sich der Verunglückte ohne Rettungsweste an Bord aufgehalten habe, sei „absolut leichtsinnig“ gewesen. Die Überlebenschancen des 60 Jahre alten Vermissten wurden von Helfern als gering eingeschätzt. Unklar sei noch, ob der Mann gesundheitliche Probleme hatte, hieß es.

Die widrigen Wetterbedingungen hatten Rettungskräften und Polizei die Suche bereits am Donnerstagabend erschwert. Auch am Samstag verhinderte der Wellengang beispielsweise den früheren Einsatz der Spürhunde. Am Sonntag hatten die Rettungskräfte das Suchgebiet auf etwa drei Quadratkilometer eingegrenzt, hieß es. Bisher kamen bei der Suche nach dem 60-Jährigen nach Polizeiangaben mehrere Boote und auch ein Hubschrauber zum Einsatz.

Die Müritz ist knapp 30 Kilometer lang und mit 117 Quadratkilometern Wasserfläche der größte ganz in Deutschland gelegene See.