2. Fußball-Bundesliga Wende im Aufstiegsrennen? Hertha sieht Jägerrolle positiv
Hertha BSC liegt sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz. Startet der Zweitligist gegen Paderborn die ersehnte Aufholjagd? Gute Nachrichten gibt es von Diego Demme.

Berlin - Für Trainer Stefan Leitl ist Herthas Auswärtsspiel beim SC Paderborn noch kein Endspiel um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. „Es sind noch viele Spiele. Es ist wieder ein sehr wichtiges Spiel gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle vor uns steht. Wir sind momentan hinten dran, aber das muss nicht unbedingt etwas Negatives sein, das kann man auch aus positiver Sicht sehen. Ich glaube schon, dass wir in der Lage sind, eine Serie zu starten“, sagte Leitl vor dem Duell am Sonntag (13.30 Uhr/Sky).
Nachdem die Berliner an den vergangenen Spieltagen wichtige Punkte liegen gelassen hatten, scheint ein Sieg in Paderborn allerdings Pflicht. Der Rückstand auf Relegationsplatz drei beträgt bereits sieben Punkte. „Im Vergleich zum Rückrundenstart hat sich nicht viel verändert: Wir waren dort der Jäger und sind es nach wie vor“, beschrieb Leitl die aus seiner Sicht nach wie vor aussichtsreiche Situation.
Auch wenn Hertha in der Hinrunde eine Serie von fünf Siegen feierte, sieht der Coach sein Team in der Rückrunde spielerisch auf einem höheren Niveau. Als Beleg führte Leitl die größere Dominanz, die höhere Anzahl herausgespielter Chancen und die insgesamt verbesserte Spielanlage an. „Die Spielleistungen waren absolut ok. Ich bin überzeugt, dass sich das irgendwann in den Ergebnissen noch besser widerspiegelt“, befand der 48-Jährige.
Gute Neuigkeiten bei Demme
Maurice Krattenmacher, Kennet Eichhorn, Deyovaisio Zeefuik und Dawid Kownacki fehlen dem Zweitligisten weiterhin. Genau wie Mittelfeldspieler Diego Demme, bei dem es aber gute Nachrichten gibt. „Diego ist seit dieser Woche wieder bei uns und trainiert jetzt auch schon individuell auf dem Platz. Es geht ja nicht nur um diese fußballerische Qualität, sondern auch um den Menschen Diego Demme, der ein fester Bestandteil in unserem Team ist“, erklärte Leitl.
Seit Dezember hatte Demme keinen Einsatz mehr. Beim 34-Jährigen machten sich offenbar erneut Schwindelgefühle und Unwohlsein bemerkbar. Die Probleme waren erstmals in der Vorsaison nach einer Gehirnerschütterung aufgetreten und zwingen den 34-Jährigen immer wieder zu einer Pause. „Ich hoffe, dass die nächsten Schritte dann auch so weitergehen, dass er uns zeitnah wieder zur Verfügung steht“, sagte Leitl.