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Fußball-Bundesliga Wilder Sieg gegen Frankfurt: VfB springt auf Platz drei

Stuttgart und die Eintracht liefern sich einen heißen Schlagabtausch. Die Gäste kommen nach Traumstart und Rückstand kurz vor Schluss zurück - und verlieren letztlich dennoch.

Von Christoph Lother, dpa 13.01.2026, 20:28
Folgenschwerer Fehler: Frankfurts Torwart Kaua Santos beim 1:1.
Folgenschwerer Fehler: Frankfurts Torwart Kaua Santos beim 1:1. Tom Weller/dpa

Stuttgart - Rückkehrer Ermedin Demirovic, Torjäger Deniz Undav und Joker Nikolas Nartey haben den VfB Stuttgart zumindest vorübergehend in die Champions-League-Plätze der Fußball-Bundesliga geschossen. Vier Tage nach ihrer 4:1-Gala bei Bayer Leverkusen gewannen die Schwaben dramatisch mit 3:2 (2:1) gegen Eintracht Frankfurt und schoben sich auf Tabellenplatz drei vor.

Die Hessen, die in der Hinrunde damit insgesamt 36 Gegentore kassiert haben, bleiben hinter den Europapokal-Rängen. Zudem verloren sie ihren neuen Stürmer Younes Ebnoutalib, der angeschlagen raus musste.

Rasmus Kristensen traf in der 5. Minute zum 1:0 für die Eintracht. Demirovic nach einem Torwartfehler (27.) und Undav (35.) drehten das Spiel, das nicht immer, aber phasenweise das von vielen erwartete Spektakel bot. Ayoube Amaimouni-Echghouyab (80.) sorgte für das 2:2, ehe der ebenfalls eingewechselte Nartey auf der anderen Seite noch mal für den VfB zuschlug (87.).

Kristensen sorgt für Frankfurter Blitzstart

Die Frankfurter erwischten vor 59.500 Zuschauern einen perfekten Start, mussten schon im Laufe der ersten Halbzeit aber auch mehrere Rückschläge hinnehmen - erst verletzungsbedingt, dann durch individuelle Fehler.

Der Däne Kristensen sorgte mit einer Kopfball-Bogenlampe, bei der VfB-Torhüter Alexander Nübel recht unbeteiligt auf der eigenen Linie klebte, für die frühe Gäste-Führung. Die Stuttgarter ließen sich nicht beirren und suchten den Weg nach vorn - wie bei einem beherzten Antritt von Chris Führich etwa (8.). Was dem DFB-Pokalsieger zunächst jedoch fehlte, war die Durchschlagskraft.

Ebnoutalib muss angeschlagen raus

Nach 20 Minuten gab's den ersten Dämpfer für die Eintracht: Neuzugang Ebnoutalib musste vier Tage nach seinem Traum-Einstand inklusive Tor beim 3:3 gegen Borussia Dortmund ausgewechselt werden. Er war mit Stuttgarts Jeff Chabot zusammengeprallt und wurde durch Jean-Matteo Bahoya ersetzt.

Und damit nicht genug für die Frankfurter. Der ohnehin nicht unumstrittene Keeper Kaua Santos ließ - auch etwas irritiert von Mitspieler Aurèle Amenda - eine Flanke vor die Füße von Demirovic fallen. Der Stuttgarter war zur Stelle und traf beim ersten Startelf-Einsatz nach monatelanger Verletzungspause zum 1:1. Es war nicht die einzige Unsicherheit von Santos, der sich wenig später auch noch ein heftiges Wortgefecht mit Teamkollege Arthur Theate lieferte.

In der Zwischenzeit drehte Stuttgarts Undav die Partie vollends. Mit einem noch abgefälschten Flachschuss erzielte der Nationalstürmer bereits sein zehntes Liga-Tor in dieser Saison. Der VfB hatte sich die Führung verdient, die Eintracht nach ihrem frühen 1:0 viele Zweikämpfe und so auch die Kontrolle verloren.

Knauff trifft nur die Latte

Auch nach der Pause blieb das Spiel unterhaltsam. VfB-Flügelspieler Führich schlenzte die Kugel am Ende eines feinen Stuttgarter Spielzugs nur haarscharf am Tor vorbei (57.), im Gegenzug traf Ansgar Knauff sehenswert die Latte (58.).

Nach gut einer Stunde hatte Undav das 3:1 auf dem Fuß, scheiterte allerdings frei stehend am diesmal stark reagierenden Eintracht-Keeper Santos. Zehn Minuten vor dem Ende rächte sich das zunächst. Amaimouni-Echghouyab sorgte per Flachschuss für den Frankfurter Ausgleich. Der VfB schlug in einer heißen Schlussphase durch Nartey aber ebenfalls noch mal zurück.