Finanzen

Wohlfahrtsverbände: Einschnitte bei Migrationssozialarbeit

Von dpa 24.09.2021, 14:04 • Aktualisiert: 24.09.2021, 14:07

Potsdam - Die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände beklagt beim Haushalts-Entwurf der Brandenburger Landesregierung für kommendes Jahr massive Einschnitte bei der Sozialarbeit mit Flüchtlingen. Bei der Migrations-Sozialarbeit und der Integrationspauschale sollen die Leistungen von derzeit insgesamt 24 Millionen Euro um 15 Millionen Euro gekürzt werden, sagte der Vorsitzende des Paritätischen Landesverbands Andreas Kaczynski am Donnerstag in Potsdam.

Dadurch fielen bei der Soziarbeit mit anerkannten Flüchtlingen (MSA II) zur Integration und Hilfe bei der Suche nach einem Arbeitsplatz 75 von 200 Vollzeitstellen weg. Dies sei auch angesichts des Fachkräftemangels widersinnig, sagte Kaczynski. „Die Brandenburger Verbände fordern deshalb entschieden, dass das „MSA II“ erhalten bleibt“, betonte er.

Die Integrationspauschale für Kommunen in Höhe von 300 Euro pro Person solle ganz gestrichen werden, erklärte Sven Veigel-Sternberger vom Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dafür seien im Haushalt für dieses Jahr 9,5 Millionen Euro angesetzt. Dann könnten zahlreiche Maßnahmen zur Integration der Flüchtlinge von den Städten und Gemeinden nicht mehr finanziert werden. „Die Menschen müssen dann alleine durch den Behördendschungel“, klagte Andrea Asch vom Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.