Göteborg (dpa) - Die Rückkehr des Springreiters Daniel Deußer ins Nationalteam ist noch immer nicht sicher.

Eine knappe Woche nach der Ankündigung des Reitverbandes über eine Einigung sagte der Reitprofi: "Nein, noch habe ich nichts unterschrieben." Es gebe eine mündliche Abmachung, "aber ich habe noch keine Papiere gesehen".

Deußer muss die Athletenvereinbarung des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) unterschreiben. Das ist eine Voraussetzung, um in der Nationalmannschaft zu reiten. Der in Belgien lebende Hesse ist wie Christian Ahlmann mit einigen Details dieser Vereinbarung nicht einverstanden.

Der Verband hatte nach mehreren Gesprächsrunden mit den beiden Reitern entschieden, für das laufende Jahr die Vertragsstrafen auszusetzen, wenn das Stallbuch nicht korrekt geführt wird. In diesem Buch müssen die Behandlungen der Pferde mit erlaubten Medikamenten eingetragen werden. "Das allein ist es nicht", sagte Deußer dazu. Grundsätzlich will der 37-Jährige aber nach zweieinhalbjähriger Pause wieder für Deutschland reiten.

Ahlmann und Deußer waren zuletzt 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Nationalteam geritten und hatten gemeinsam mit Ludger Beerbaum und Meredith-Michaels-Beerbaum die Bronzemedaille gewonnen. In der aktuellen Weltcup-Saison waren sie in der Westeuropa-Liga die erfolgreichsten deutschen Starter und gehören beim Final-Turnier an diesem Wochenende in Göteborg zu den Topfavoriten.

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