Mogadischu (dpa) - Bei einem großangelegten Terrorangriff auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 15 Menschen getötet worden, darunter drei der islamistischen Angreifer.

Mindestens 28 weitere Menschen wurden verletzt, wie die der Chef der örtlichen Ambulanz berichtete. Die Miliz Al-Shabaab bekannte sich zu der Bluttat.

Wie die Polizei und ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur berichteten, zündete zunächst ein Selbstmordattentäter eine Autobombe vor dem Eingang, danach stürmten fünf bewaffnete Extremisten das Elite Hotel am Lido-Strand. Stundenlang lieferten sie sich Schusswechsel mit staatlichen Einsatzkräften.

Ein Regierungssprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur am Abend, der Angriff sei noch im Gange und die Zahl der Opfer könne weiter steigen. Zuletzt waren nach seinen Worten von ursprünglich fünf Angreifern noch zwei in dem vierstöckigen Gebäude aktiv. Die Polizei befürchtete, dass sie Geiseln in ihrer Gewalt haben. In ersten Mitteilungen war zunächst von fünf Todesopfern die Rede gewesen.

Unter den Getöteten waren zwei Regierungsmitarbeiter, drei Sicherheitsleute des Hotels und vier Zivilisten, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Hotel ist ein beliebter Treffpunkt auch von Politikern und Journalisten.

Ähnliche Angriffe hat Al-Shabaab in der Vergangenheit schon öfter verübt. Die Fundamentalisten kämpfen in dem armen Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft und kontrollieren weite Teile im Süden und Zentrum des Landes. Die Regierung wird im Kampf gegen Al-Shabaab vom US-Militär, das Luftangriffe fliegt, und einer Truppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt.

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