Chemnitz (dpa) - Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) hätte sich angesichts der ausländerfeindlichen Übergriffe im Sommer in ihrer Stadt einen deutlich früheren Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewünscht.

Die CDU-Vorsitzende will erst am 16. November in die sächsische Stadt kommen. Ludwig sagte dem Radiosender MDR Aktuell, sie habe die Kanzlerin nach den Vorfällen in Chemnitz bereits Anfang September eingeladen. "Es hat leider so lange gedauert, andere Dinge waren wichtiger." Dass Merkel erst jetzt komme, sei bedauerlich, "weil es die Stadt noch mal aufwühlen" werde. Der 16. November werde "sicher wieder ein sehr schwieriger Tag für Chemnitz".

In der Stadt war es Ende August zu aggressiven, teilweise rassistischen Protesten gekommen, nachdem ein 35-Jähriger mutmaßlich von Asylbewerbern erstochen wurde.

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