Regensburg (dpa) - In Regensburg sind am Samstag rund 800 Anhänger der "Querdenken"-Bewegung gegen staatlich vorgeschriebene Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen.

Bislang seien noch keine Verstöße registriert worden, hatte eine Polizeisprecherin kurz vor Beginn der Veranstaltung unter dem Motto "Demonstration für Selbstbestimmung und Maskenbefreiung" gesagt. Bei einer Gegendemonstration kamen zunächst rund 90 Menschen zusammen. 

Die Veranstalter hatten 2000 Teilnehmer angemeldet, die Stadt beschränkte die Zahl aber auf 1000 Menschen. Zudem müssen die Teilnehmer Maske tragen und einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten.

Das Verwaltungsgericht Regensburg hatte am Freitag einen Eilantrag gegen die Auflagen abgelehnt. Der Antrag sei unzulässig, teilte das Gericht mit. Die Antragsteller hätten es versäumt, zuerst eine Klage einzureichen, ohne die ein Eilantrag nicht zulässig sei, so die Begründung für die Entscheidung.

Am vergangenen Samstag hatten im Zentrum Leipzigs mindestens 20.000 Menschen bei einer "Querdenken"-Versammlung gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert - die meisten laut Polizei ohne Masken.

Auch an anderen Orten in Bayern wollten am Wochenende Anhänger der "Querdenken"-Bewegung protestieren. Eine weitere große Demonstration war unter anderem in Aichach erwartet worden. Am Sonntag sollen Demos in Erlangen und Lindau stattfinden.

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