Baierbrunn (dpa) | Fältchen, Pigmentflecken, Trockenheit: Mit Anti-Aging-Pflege rücken viele Frauen in den Wechseljahren Hautveränderungen zu Leibe. Doch wenige wissen, dass ein sinkender Östrogenpegel hinter den Problemen steckt, wie die "Apotheken Umschau" (Ausgabe B8/2019) erklärt.

Liegt ein Mangel des Hormons vor, können östrogenhaltige Salben Abhilfe schaffen. Diese Hormoncremes sind allerdings verschreibungspflichtig und werden oft zur Behandlung einer trockenen Scheidenschleimhaut eingesetzt. In frei verkäuflichen Kosmetikprodukten dürfen diese medizinischen Wirkstoffe nicht enthalten sein.

Östrogene aus Soja

Stattdessen setzt die Kosmetikindustrie auf sogenannte Phyto-Östrogene, also pflanzliche Substanzen, die dem Hormon ähneln und zum Beispiel aus Soja gewonnen werden. Die Wirksamkeit solcher Produkte ist laut Experten allerdings schwer nachzuweisen, da der Wirkstoffgehalt bei Pflanzenextrakten schwankt.

Wer seiner Haut in den Wechseljahren etwas Gutes tun will, sollte Pflegeprodukte mit wasserbindenden Substanzen wie Hyaluronsäure nutzen. Präparate mit Vitamin A können die Elastizität der Haut verbessern. Auch eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, möglichst wenig Stress und konsequenter UV-Schutz tragen zu glatter und straffer Haut bei.