Konstanz (dpa) l Die Präsentation muss noch fertig gemacht, das Projekt noch abgeschlossen werden: Der Jahreswechsel bringt meist privat und beruflich eine Menge Hektik mit sich. Richtig genießen können viele Berufstätige die Zeit vor ihrem Weihnachtsurlaub dann oftmals nicht. Im schlimmsten Fall nimmt man die Arbeit mit in den Urlaub und kann auch dann nicht abschalten.

Doch dem Stress lässt sich entgegenwirken: Das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) rät zum Beispiel, schon vor dem Urlaubsstart Zeiten im Kalender zu blocken. Diese Zeit nutzt man dann dafür, Dinge abzuarbeiten, die vor dem Urlaub unbedingt zu erledigen sind. Klar ist aber auch: Wer zum Jahreswechsel längere Zeit nicht am Arbeitsplatz ist, kann nicht alles vorarbeiten. Vertretungsregelungen sind daher sinnvoll. Wichtige Aufgaben, die während der eigenen Abwesenheit anfallen, kann man dem IFBG zufolge an Kollegen übertragen.

Den letzten Arbeitstag zelebrieren

Es hilft den Informationen zufolge oft schon, die Mails automatisch an die vertretenden Kollegen weiterleiten zu lassen. Damit erspart man sich im besten Fall einen vollen Posteingang, den man nach Neujahr durchackern muss.

Oft kann die Vertretung bereits entscheiden, was wirklich wichtig ist und was in den Papierkorb kann. Die Abwesenheitsnotiz noch einen Tag länger laufen zu lassen, sorgt zusätzlich für eine ruhigere Rückkehr. Um richtig in Urlaubsstimmung zu kommen, rät das IFBG das Ende des letzten Arbeitstags zu zelebrieren. Dadurch könne man sich bewusst machen, dass jetzt einige Tagen oder sogar Wochen Freizeit kommen. So könne es ein schönes Ritual sein, sich zum Beispiel mit Freunden zum Wichteln zu verabreden. Generell gilt: Vorfreude hilft, sich auf eine entspannte Zeit einzustellen. Beschäftigte dürfen sich daher ruhig schon ausmalen, auf was und wen sie sich in ihrem Urlaub besonders freuen. Eines der besten Mittel, um die Zeit vor dem Urlaub zu entschleunigen, ist auch Sport: Prof. Ingo Froböse leitet das Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Er empfiehlt als Sofortmaßnahme gegen Stress zum Beispiel einen zügigen Spaziergang um den Block oder, wenn es noch schneller gehen muss, ein paar Treppen-Sprints. Warum hilft das? Weil intensive körperliche Aktivität einen Reiz setzt. Ist die Belastung vorbei, haben Körper und Geist ein Bedürfnis nach Entspannung und kommen leichter zur Ruhe.

Ruhig atmen gegen den Stress

Sport-Muffel können es auch mit tiefem Atmen versuchen, am besten mit geschlossenen Augen und mindestens zehn Mal. Magnesium hilft ebenfalls kurzfristig gegen Stress, zum Beispiel in Form einer Banane.

Langfristig sollten Dauergestresste ihr Leben aber so gestalten, dass weniger Drucksituationen entstehen. Wichtig dafür sind regelmäßiger Schlaf, körperlicher Aktivität, gesunde Ernährung und ein nicht zu dicht getakteter Alltag mit Freiräumen für kurze Pausen.