Probleme, die bei der Energieversorgung auftreten, sind für die Beteiligten immer ärgerlich – ganz gleich, ob es sich um technische Schwierigkeiten oder um Unstimmigkeiten bei der Berechnung des Verbrauchs oder zu leistenden Zahlungen handelt. Und immer wieder gibt es bisher noch nicht aufgetretene Ursachen.

Antje Klas aus Behnsdorf (Landkreis Börde) schrieb uns zum Beispiel, dass sie bis Mai dieses Jahres die von ihr geforderten Abschlagszahlungen für Gas pünktlich gezahlt habe. Doch dann stellte E.ON die Abbuchungen von ihrem Konto ein.

Das bemerkte unsere Leserin jedoch erst im August bei einer Kontrolle des Kontostandes. Sofort griff sie zum Telefon, verständigte E.ON darüber, um die Sache aufzuklären.

Das geschah auch sehr schnell, denn sie bekam die Auskunft, dass sich jemand anderes auf ihre Zählernummer angemeldet hätte. Es handelte sich um eine Mieterin, die im Juni dieses Jahres in eine bis dahin leerstehende Nachbarwohnung eingezogen war.

Eine eigentlich eindeutige Angelegenheit, doch die Bereinigung erwies sich für Antje Klas trotz wiederholter Bemühungen als schwierig. Stattdessen erhielt sie im Oktober eine Endabrechnung für die Zeit vom November 2009 bis Mai 2010. Auf Anraten ihres Vermieters zahlte sie nicht, sondern legte Widerspruch ein.

Aber auch der darauf folgende Schriftverkehr sowie weitere Telefongespräche brachten keine Lösung. Sie erhielt vielmehr die Auskunft, dass die Klärung ein halbes Jahr dauern könnte.

Im November dann schrieb die Behnsdorferin an die Redaktion Leseranwalt, weil sie keinen Ausweg mehr sah. "Ich bin am Ende und habe doch keine Schuld an dem ganzen Dilemma", heißt es in ihrem Brief.

Und nun erwies sich, dass die Sache doch schnell geklärt werden kann. E.ON, wohin wir uns unverzüglich wandten, teilte uns mit, dass die Jahresverbrauchsrechnung von Antje Klas kurzfristig auf der Basis ihres tatsächlichen Verbrauchs korrigiert wird. Die ganze Angelegenheit wird ohne Nachteile für die Kundin geklärt. Dazu werde E.ON sich mit ihr persönlich in Verbindung setzen.

Ein ganz anderes Problem in Sachen Energieversorgung hat Marcel Hotopp aus Veckenstedt (Landkreis Harz). Er hatte zum 30. Juni dieses Jahres den Energievertrag mit E.ON gekündigt und dafür auch eine Bestätigung erhalten.

Gleichzeitig wurde er gebeten, den aktuellen Zählerstand mitzuteilen, was er auch fristgemäß tat. Bis Anfang November wartete er jedoch vergeblich auf die Endabrechnung. Bei mehrmaligen telefonischen Nachfragen erhielt er immer die Auskunft, er möge sich gedulden, weil es technische Probleme mit dem Abrechnungssystem gäbe. Und das sei für ihn bei einem so großen Unternehmen wie E.ON unverständlich, schrieb er uns.

Auch hier kam es nach Eingreifen der Redaktion Leseranwalt zur schnelleren Lösung. In der Nachricht von E.ON an uns heißt es, dass sie die Verzögerung bedauern, denn auch in ihrem Interesse liege es, die Anliegen der Kunden schnellstmöglich zu klären.

"Die Rechnung ist mittlerweile auf dem Weg zu dem Kunden, mit dem wir uns auch noch einmal persönlich in Verbindung gesetzt haben."