Halle/Magdeburg (rgm). Noch bis zum 30. November besteht die Möglichkeit, die Autoversicherung in diesem Jahr zu wechseln. Doch nicht für jeden Bürger kommt das in Frage, so die Erfahrung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt e.V..

Zunächst ist zu beachten, dass es sich bei der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung um jeweils selbstständige Verträge handelt, die auch zusammen abgeschlossen werden können. Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist Voraussetzung, um mit Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung, die Schäden am eigenen Fahrzeug ersetzt, dagegen ist nicht verpflichtend, sie kann, muss aber nicht abgeschlossen werden.

Wenn ein Wechsel des Kfz-Versicherers angedacht ist, muss zunächst die Laufzeit des bestehenden Versicherungsvertrages geprüft werden. Standard bei Kfz-Versicherungen ist eine einjährige Laufzeit, die meist dem tatsächlichen Kalenderjahr entspricht. In diesem Fall ist unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist (Stichtag 30. November) ein Wechsel des Kfz-Versicherers zum 1. Januar des Folgejahres möglich. Allerdings haben in der letzten Zeit einige Kfz-Versicherer begonnen, die Laufzeit des Versicherungsvertrages nicht an das Kalenderjahr zu koppeln. Wer beispielsweise am 1. September einen Kfz-Versicherungsvertrag mit einer einjährigen Laufzeit abgeschlossen hat, kann grundsätzlich erst zum 31.08. des Folgejahres, nicht jedoch zum Ende des Kalenderjahres kündigen. Wer also kündigen will, muss zum einen auf die konkrete Laufzeit des Kfz-Versicherungsvertrages und zum anderen auf die einmonatige Kündigungsfrist achten.

Wer einen Wechsel des Kfz-Versicherers in Erwägung zieht, sollte sich vor der Kündigung des bestehenden Vertrages über andere günstige Preis-/Leistungsangebote informieren. Dazu bietet die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt vor Ort in den Beratungsstellen Dessau, Halle (Saale) und Magdeburg einen Computer gestützten Versicherungsvergleich an. Interessenten sollten vorab einen Beratungstermin vereinbaren.