Magdeburg l „Alexa, was sind meine Nachrichten?" Wer diese Frage Amazons smartem Sprachassistenten Alexa stellt, bekommt ab jetzt die regionalen Nachrichten aus Magdeburg, Zerbst, Stendal oder Wernigerode und allen anderen Regionen im Volksstimme-Verbreitungsgebiet vorgelesen. Möglich macht das der neue Volksstimme-Alexa-Skill, der ab sofort verfügbar ist. Der Skill sorgt dafür, dass Ihnen Alexa kurze Zusammenfassungen der Nachrichten vorliest. Alle Nachrichten, Geschichten und Hintergründe aus Ihrer Region und aus Sachsen-Anhalt liefern Ihnen weiterhin die gedruckte Ausgabe und das E-Paper der Volksstimme.

Wie funktioniert das Ganze?

Echo von Amazon ist ein ca. 25 Zentimeter hoher intelligenter Lautsprecher. Auf Wunsch spielt er Musik ab, kann aber auch komplexere Aufgaben – wie das Vorlesen von Zeitungsnachrichten – erfüllen. So kann Alexa an Termine erinnern, Einkaufslisten notieren und Bestellungen aufgeben, das Licht anschalten oder die Heizungs- bzw. Fenstersteuerung übernehmen. Das alles erfolgt ausschließlich über Spracheingabe, also ohne irgendeine Taste zu betätigen. Klingt nach Science Fiction? Ist es auch. Denn wer möchte, kann Alexa auch, wie bei Star Trek und Raumschiff Enterprise, mit dem Aktivierungsbefehl „Computer“ ansprechen.

Branchenkenner gehen davon aus, dass die Sprachsteuerung die nächste Revolution im Umgang mit Technik sein wird und bald Standard. Auch andere Technik-Riesen wie Google, Microsoft und Apple haben mit Google Home, Cortana oder Siri Sprachassistenten im Portfolio und entwickeln diese stetig weiter. Der Charme der Sprachsteuerung: Sie ist die natürlichste Form der Kommunikation und es funktioniert, ohne die Hände zu benutzen.

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Damit Alexa Ihnen die Nachrichten der Volksstimme vorlesen kann, ist der Skill über RSS-Feeds mit unserer Webseite verbunden. Diese RSS-Feeds sind für die Audiowiedergabe optimiert. Insgesamt bietet der Skill die Möglichkeit, zehn thematisch verschiedene Feeds einzeln oder in Summe kostenlos zu abonnieren.

So kommt die Volksstimme auf den Lautsprecher

Wenn Sie den Skill der Volksstimme ausprobieren möchten, benötigen Sie einen Amazon Echo oder den kleineren Echo Dot. Dann können Sie sich den Skill über Ihr Smartphone und die dazugehörige Alexa-App auf Ihren Lautsprecher laden. Und das geht so:

1. Klicken Sie im Menü der Alexa-App auf Skills.

2. Suchen Sie nach „Volksstimme". Als Treffer wird Ihnen der Alexa-Skill der Volksstimme angezeigt.

3. Installieren und aktivieren Sie den Skill.

4. Die weiteren Einstellungen des Skills können Sie konfigurieren, wenn Sie den Button "In Flash Briefing verwalten" antippen.

5. Anschließend sehen Sie zehn verschiedene Feeds, die sie abonnieren können. Suchen Sie sich einfach Ihre Region bzw. das Thema aus. Auch eine Mehrfachauswahl ist möglich.

6. Ab diesem Moment liest Ihnen Alexa die Nachrichten vor, sobald Sie sagen „Alexa, was sind meine Nachrichten?"

Kritik von Datenschützern

Alexa verfügt über sieben Mikrofone. Damit kann das Gerät praktisch die gesamte Umgebung abhören, um auf zugerufene Befehle reagieren zu können. Zwar lassen sich die Mikrofone auch abschalten, dann funktioniert aber die Spracheingabe nicht mehr. Datenschützer sehen in der Tatsache, dass die Mikrofone ständig zuhören eine Gefahr. Hinzukommt, dass das Alexa immer mit dem Internet verbunden sein muss, da sämtliche Inhalte aus dem Netz kommen. Eine stabile schnelle Internetverbindung ist also notwendig.

Die Stiftung Warentest hat Alexa nach Marktstart ausführlich geprüft und kann wegen der befürchteten umfänglichen Überwachung Entwarnung geben, da Alexa nur zuhört, nachdem der Aktivierungsbefehl gesprochen wurde. Trotzdem heißt es auf der Webseite: „Mit Echo und Echo Dot holen sich Nutzer praktisch eine Wanze in die Wohnung, die Sprachbefehle und Fragen der Nutzer auf Amazon-Server im Internet sendet. Weil biometrische Daten wie die eigene Stimme zunehmend Passwörter ersetzen, sehen wir es als bedenklich an, wenn Stimmbeispiele als Tonaufzeichnung ins Internet gehen." Das trifft aber auf alle Sprachassistenten zu – auch auf die von Apple, Google und Microsoft.

Die Volksstimme hat selbstverständlich keinen Zugriff auf Ihre persönlichen Daten bzw. die von Ihnen erteilten Sprachbefehle. Diese liegen alle auf Servern von Amazon in den USA. Was wir allerdings sehen, ist, wie oft der Skill der Volksstimme genutzt wurde. Den ausführlichen Test der Sprachassistenten finden Sie auf der Webseite der Stiftung Warentest.