München (dpa) | In vertrauter Umgebung kann sich auch ein blindes Tier sicher bewegen. Damit Hunde sich auch ohne Sehkraft weiterhin gut zurechtfinden und sich nicht verletzen, sollten Herrchen und Frauchen zu Hause nicht zu oft die Möbel umstellen und auf Stolperfallen wie Taschen oder Schuhe achten. Eventuell ist auch ein Tür- oder Treppengitter sinnvoll. Das schreibt die Zeitschrift "Ein Herz für Tiere".

Beim Gassigehen ist der blinde Hund noch mehr auf seinen Geruchssinn angewiesen als ohnehin schon. Dazu braucht er gesunde Zähne: Denn im Maul sitzt bei ihm ein zusätzliches Riechorgan, das nicht funktioniert, wenn er dort faule Zähne oder eitrige Stellen hat. Um den Hund besser lenken zu können, empfiehlt sich statt einem Geschirr ein Halsband. Blinde Hunde tun sich außerdem schwer, in ein Auto zu springen. Größere Tiere brauchen daher eine Rampe mit hochgezogenen Seiten.

Blindenplaketten für Hunde

Weil ein blindes Tier sich eher ungewohnt verhält und auch nicht auf andere Spaziergänger achtet, sollte man diese auf die Behinderung aufmerksam machen: Im Handel gibt es Blindenplaketten, die am Hundegeschirr angebracht werden können. Als Spielzeug für einen blinden Hund bieten sich Futterbälle an. Diese sprechen sowohl den Gehör- als auch den Geruchssinn an und verschaffen durch das Leckerli ein Erfolgserlebnis.