Magdeburg (dpa) l An den Schulen in Sachsen-Anhalt werden immer mehr Flüchtlingskinder unterrichtet. Derzeit erhielten rund 4200 Mädchen und Jungen an öffentlichen Schulen eine Sprachförderung, teilte das Kultusministerium in Magdeburg mit. Zum Schuljahresbeginn waren es mehr als 3300 Kinder. Das Land sucht nach Lehrern.

Der Schwerpunkt liege weiter an den Grundschulen, wo rund 2400 Schüler aus geflüchteten Familien lernten. An den weiterführenden Schulen seien es etwa 1100. Insgesamt seien aktuell 59 Sprachklassen und 226 Sprachgruppen an rund 150 Schulen gebildet worden. Wie genau der Unterricht aussieht, unterscheidet sich nach Schulform und pädagogischem Konzept.

Je nach Lernfortschritt würden die Schüler in zunehmend mehr Fächern bestehenden Klassen und Lerngruppen zugeordnet. Bislang seien mehr als 120 Lehrer zusätzlich für die Integration und die Sprachförderung der Flüchtlingskinder in den Schulen eingestellt. Weitere würden folgen, teilte das Ministerium mit.

Mit Blick auf die Stellenausschreibungen hieß es: "So viele Stellen sind noch nie zum Beginn eines Kalenderjahres ausgeschrieben worden." Auf 278 Stellen hätten sich mehr als 500 Kandidaten beworben. "Gleichwohl hat es trotz dieser Bewerberzahl auch Stellen gegeben, für die sich keine Bewerber gefunden haben." Das Verfahren laufe noch. Die Stellenbesetzung beginne ab dem 7. Januar 2016. Sollten nicht alle Posten besetzt werden können, werde nochmals ausgeschrieben.