Magdeburg l Die „Alternative Mitte“ (AM) in der AfD hat ihre Arbeit in Sachsen-Anhalt für beendet erklärt. Die AM gilt als Interessensgruppe des gemäßigten Lagers in der Partei. In einer am Freitag verbreiteten Presseerklärung heißt es, mit der Wahl des neuen Parteivorstands sei das Ziel erreicht worden, „dass bestimmte Personen wegen ihrer charakterlichen Defizite“ nicht in den Landesvorstand gewählt worden seien. Dort seien nun gleichermaßen Vertreter des rechten Flügels und der AM vertreten. Mit ihrem Schritt wolle die AM auch ein Zeichen setzen, „dass wir niemals eine Partei in der Partei sein wollten und waren“. Jeder Spaltungsabsicht innerhalb der AfD werde eine „klare und deutliche Absage“ erteilt.

Zuletzt hatte Hans-Thomas Tillschneider, Vorsitzender der rechten „Patriotischen Plattform“ (PP), angekündigt, dass diese aufgelöst werden solle. Der PP drohte die Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

Dass die gemäßigten AfD-Kräfte die Arbeit in der AM beenden, wertet der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Steppuhn als Beleg dafür, dass sich die AfD „eindeutig zu einer durchweg rechtsextremistischen Partei entwickelt“. Sie werde „mehr und mehr auch zum Sammelbecken von Rechtsradikalen“. Grünen-Landeschefin Susan Sziborra-Seidlitz twitterte: „Diese Partei ist rechtsextrem.“